Gude aus Hibbdebach!
Damit Ihr auch wisst, wer Euch hier in den nächsten Monaten die aktuelle Lage unserer geliebten Eintracht präsentiert, nehme ich diesen Post zum Anlass, mich kurz vorzustellen.
Meine Leidenschaft für die Eintracht begann am 15. März 1986. Die SGE spielte im ehrwürdigen Waldstadion gegen Werder Bremen. Im zarten Alter von acht Jahren hatte ich mich noch nicht großartig mit Profi-Fussball beschäftigt. Das jedoch sollte sich an diesem Tag ändern. Der Vater meines Nachbarn hatte uns Karten auf der Gegentribüne besorgt. Direkt neben dem G-Block, in dem damals noch der harte Kern der Frankfurter Fans stand. Das Spiel war kein Gutes. Die Eintracht verlor verdient mit 0:2.
Das was mir in Erinnerung blieb waren drei Dinge:
- Die Frisur von Ralf Falkenmayer
- Ein “Kampfschwein” namens Charly Körbel
- und die Leidenschaft der Fans aus besagtem G-Block
Leidenschaft bedeutete Anfeuern, Schimpfen, Fluchen, Schals verbrennen und alles das, was in Hessen auch als “Frankfurter Herzlichkeit” bekannt ist. Man sah jedem Einzelnen in dem Block an, dass er den Adler im Herzen trug und nach dem Spiel war mir klar, dass ich da wieder hin muss.

© eintracht-archiv.de
Doch zunächst ergab sich leider nicht mehr die Möglichkeit und ich musste mich mit Radio und Sportschau begnügen. Sechs Wochen nach der Niederlage gegen Bremen gab sich die Eintracht jedoch beim VfR 07 Limburg zum Freundschaftsspiel die Ehre. Da ich nur ein paar Kilometer von Limburg wohnte, war klar, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollte. Die Eintracht gewann vor großer Kulisse mit 8:1 und ich war stolz, dass ich meinen ersten Live-Sieg der SGE gesehen hatte. Mit zunehmenden Alter fuhr ich zu immer mehr Spielen nach Frankfurt bis ich schließlich auch irgendwann im G-Block stand und schimpfte, fluchte und anfeuerte.
Über die Höhen und Tiefen, die alle Fans in den 90er Jahren durchmachen mussten, will ich mich hier nicht auslassen. Aber Spiele wie gegen Rostock, Reutlingen und Kaiserlautern oder der viel gelobte Fussball 2000 unter Stepanovic prägen ein Fanleben intensiv.
Heute ist Eintracht ein fester Bestandteil der Wochenendplanung und man findet mich bei Heimspielen im 42er. Das Umfeld, der Verein, das Stadion und die Fans haben sich im Laufe der letzten 24 Jahre verändert. Und gerade deshalb bin ich sicher, dass ich mit der Eintracht nach dem Sieg im DFB-Pokal 1988 irgendwann nochmal einen Titel auf dem Römer feiern darf.
Ihr findet mich vor und nach den Spielen am Sportfeld. Dort wird nach dem Spiel nochmal eine ausührliche Anlayse beim Ebbelwoi vorgenommen. Wer mitbabbeln will, ist herzlichst eingeladen.
Bis dann!