Mit Teamgeist zum Sieg

Fussball – endlich wieder geht es um den Sport! Die Grabenkämpfe zwischen Bruchhagen und Skibbe scheinen zunächst auf Eis gelegt und mit Werder Bremen erwartete die Eintracht zu Beginn der Rückrunde keine leichte Aufgabe. Die Eintracht konnte zwar das Hinspiel mit 3:2 im Weserstadion für sich entscheiden, jedoch brannten die Bremer auf Wiedergutmachung, nicht nur um den Anschluss an die Tabellenspitze und die Plätze für das internationale Geschäft zu verlieren. Aber daraus wurde nichts. Eintracht-Trainer Michael Skibbe hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass seine Mannschaft couragiert und furchtlos auf dem Platz agieren werde. Und so kam es dann auch. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die Bremer mit einem letztendlich verdienten 1:0 bezwungen werden.

Als Fels in der Brandung und Stütze der Mannschaft erwies sich wieder einmal “unser Brasilianer” Chris. Er gewann fast jeden Zweikampf, hielt hinten alles dicht und bereitete als Krönung noch den Siegtreffer vor. Diesen erzielte Marco Russ in der 57. Minute per Fuss.

Die Eintracht startet in den ersten 15 Minuten mit viel Dampf und ließ bei den 45.000 Zuschauern keine Zweifel offen, dass sie in diesem Spiel punkten wollte. Doch nach der Anfangsoffensive neutralisierten sich beide Teams gegenseitig. Die Folge waren vereinzelte  Angriffe von Frankfurt und Bremen, die jedoch nichts Zählbares einbrachten.

Der größte Aufreger ereignete sich in der 24. Minute. Bremens Marin lieferte sich auf der rechten Abwehrseite einen Zweikampf mit Maik Franz und fiel darauf hin im Strafraum zu Boden. Doch trotz erheblicher Proteste des Gegners ließ Schiri Michael Weiner weiterspielen. So ging es torlos in die Pause, doch jeder Eintracht-Fan im Stadion spürte, dass mehr als eine Punkteteilung möglich war. Die Bremer zeigten sich nicht als der erwartet schwere Gegner und die Eintracht war in guter Form.

Nach der Pause ging es unverändert weiter und die Eintracht schien die Bremer mit einer Kontertaktik überwinden zu wollen. Die Gäste steigerten sich nun und erhöhten den Druck auf die Frankfurter Abwehr, die jedoch standhielt. Vereinzelte Angriffe der Heimmannschaft endeten meist erfolglos oder in Ecken. Genau aus solch einer entstand dann auch der Führungstreffer. Nachdem der Ball im Bremer Strafraum landete, konnte Russ den Ball letztendlich ins Tor schieben.

Die Gäste von der Weser verschärften nun das Tempo und Trainer Thomas Schaaf brachte mit Pizarro einen weiteren Stürmer. Doch das nun erhöhte Engagement endete erfolglos. Stattdessen hätte die Eintracht in den letzten Spielminuten noch durch einzelne Chancen alles klar machen können.

Nach gespielten 93 Minuten war dann Schluss und die Eintracht konnte drei weitere hochverdiente Punkte auf dem Kontingent zählen, was den siebten Platz in der Tabelle bedeutet.  Die Eintracht kann sich nun in der oberen Tabellenregion festsetzen, jedoch warten in Nürnberg und zu Hause mit Köln zwei Mannschaften, die zum Punkten verdammt sind, damit sie nicht noch tiefer in den Abstiegskampf trudeln.

Spielerbewertung

Nikolov: Nicht viel beschäftigt, aber das was kam, hielt er dann auch.

Franz: Hatte mit Marin einen starken Gegenspieler, löste seine Aufgabe aber konsequent. Glück bei der Grätsche gegen Marin.

Russ: Schoss das Siegtor und stand hinten tadellos. Sehr gute Leistung.

Chris: Ist hinten eine Bank. Wenn er seine Form hat, ist er (fast) unüberwindbar. Half gut im Spielaufbau und bereitete das Tor von Russ vor.

Spycher: Ruhiges und unaufgeregtes Spiel. Keine nennenswerten Impulse nach vorne.

Teber: Lief viel. Das war es dann auch schon. Viele Rück- und Fehlpässe, die jedoch diesmal nicht vom Gegner bestraft wurden. Da ist noch Luft nach oben.

Schwegler: Gutes Spiel, schöne Pässe. Er ist ein Glücksgriff für die Eintracht. So einer hat gefehlt.

Ochs: Suchte die Zweikämpfe und drückte auf der rechten Außenbahn nach vorne. Er belebte das Offensivspiel.

Köhler: Versuchte viel, steigerte sich in der zweiten Halbzeit. Licht und Schatten, jedoch insgesamt ok.

Meier: Spielte eine Art hängende Spitze, verteilte jedoch die Bälle nicht effektiv genug. Dennoch: Er ist unverzichtbar für die Mannschaft.

Liberopoulos: Viel Laufarbeit, biss sich jedoch an der Bremer Abwehr die Zähne aus.

Caio: Kam kurz vor Schluss. Konnte nichts mehr bewirken.

Preuß: Durfte dann auch noch eine Minute ran. Wenn er auf das Feld kommt, geht jedem Eintracht-Fan das Herz auf…

Skibbe: Hatte die Mannschaft gut eingestellt und die richtige Aufstellung gewählt.

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