Als die Spieler nach dem Abpfiff zum Frankfurter Anhang kamen und gemeinsam eine Humba anstimmten, konnten eigentlich alle im Franken-Stadion zufrieden sein. Die Nürnberger, dass sie trotz eines mäßigen Auftritts doch noch einen Punkt ergattern konnten, die Frankfurter Spieler, die nun seit sechs Spielen ungeschlagen sind und die SGE Fans, die einen guten Auftritt ihrer Mannschaft sahen.
Nur einer schien nicht ganz zufrieden. Heribert Bruchhagen. Bemängelte er kurz nach Spielende noch die nicht ausreichende Chanceverwertung ruderte er jedoch später zurück und zollte der Mannschaft ein gutes Spiel. Schließlich fand diese sich nach dem gestrigen Tag immer noch auf Platz sieben der Tabelle wieder. Punktgleich mit Werder Bremen. Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht.
Die Eintracht spielte in den ersten 25 Minuten sehr engagiert und hatte gefühlte 90% Ballbesitz. Patrick Ochs hätte sogar schon in der ersten Spielminute sein Team in Führung bringen können und auch danach spielten die Frankfurter engagiert nach vorne und bestimmten das Spiel. Von Nürnberg war bis dahin nichts zu sehen. Doch in der 27. Minute brachte Bieler einen Freistoß in den Frankfurter Strafraum und Nürnbergs Eigler brachte den Ball mit Kopf und Schulter ins Frankfurter Gehäuse. Die Führung für den Club kam überraschend und war zu diesem Zeitpunkt alles andere als verdient.
Doch die Eintracht steckte nicht auf und spielte weiter forsch nach vorne. Dabei hatte sie auch Pech als der ansonsten souveräne Schiri Drees den Frankfurtern zwei klare Elfmeter verweigerte. Weder das deutliche Handspiel von Ottl als auch das Foul von Eigler gegen Sebastian Jung wurden geahndet.
Fünf Minuten vor der Pause kam dann der bärenstarke Patrick Ochs wieder einmal über die rechte Außenbahn angerauscht und flankte den Ball präzise in den Nürnberger Fünf-Meter-Raum. Torwart Schäfer verschätze sich und der völlig alleinstehende Benny Köhler vesenkte den Ball im Tor zum mehr als verdienten Ausgleich. Mit einem Spielstand von 1:1 ging es dann auch in die Pause.
Beide Mannschaften kamen unverändert aus der Kabine zurück. Pirmin Schwegler konnte dann jedoch nach 50 Minuten aufgrund seiner Verletzung im Oberschenkel nicht mehr weiterspielen. Für ihn kam dan Christoph Preuß, der bereits in den vergangen Spielen Kurzeinsätze verzeichnen konnte.
Beide Mannschaften spielten nun gleichstark und der FCN erarbeitete sich mehr Spielanteile. Doch der Druck der Nürnberger flachte rasch wieder ab und es kam auf beiden Seiten zu vereinzelten Torchancen. Die gößte hatte der eingewechselte Preuß, der jedoch eine Hereingabe von Patrick Ochs nicht verwerten konnte und aus fünf Metern astrein am Ball vorbei trat.
In den letzten 20 Minuten schien es, als ob sich beide Mannschaften mit einer Punkteteilung abgefunden hätten. Nürnberg fehlten die Mittel und Ideen um die Führung zu erzielen, die Eintracht wollte nichts mehr riskieren.
Mit dem 1:1 konnten dann alle recht gut leben. Für die Nürnberger wird es jedoch im Abstiegskampf sehr eng, während die Eintracht ihren siebten Tabellenplatz bestätigte. Am nächsten Spieltag gastiert dann der 1. FC Köln im Frankfurter Waldstadion. Mit einem Sieg wäre wohl nicht nur Heribert Bruchhagen zufrieden zu stimmen.