Herzlichen Glückwunsch!

Sicherlich hätten sich Fans, Spieler und Verantwortliche ein schöneres Geschenk zum 111. Geburtstag vorstellen können, als eine deftige Heimklatsche kurz vor dem Jubiläum. Doch wie das Leben ist auch Fussball kein Wunschkonzert (Phrasenschwein) und Bundesligaspiele sind keine russischen Wahlen, bei denen immer gewonnen wird (Gyula Lorant). Soweit so gut. Doch drängt sich mir als Eintracht-Fan und Gratulant dann doch die Frage auf, ob wir das Spiel gegen Schalke nicht doch hätten gewinnen können, wenn jemand den elf Heimakteuren vor Spielbeginn mitgeteilt hätte, dass auch die erste Hälfte zur offiziellen Spielzeit gehört.

0:2 nach einer Viertelstunde. Zwei Gegentore nach Standardsituationen. Genau jene Situationen vor denen der Übungsleiter bei jeder Gelegenheit im Vorfeld der Partie gewarnt hatte, da der Gegner genau bei diesen extrem torgefährlich ist. Die Erkenntnis haben nun auch die Spieler. Leider zu spät.

Wie auch immer. Dass man in Frankfurt dann doch mit dem Ball umgehen kann, konnte in der zweiten Halbzeit (gehört auch zur offiziellen Spielzeit) bewundert werden. Der Anschlusstreffer durch Alex Meier (8. Saisontor) war die logische Konsequenz der druckvollen Frankfurter Phase zu Beginn von Hälfte zwei. Und nicht auszudenken, hätten Ochs und Meier ihre Großchancen in der 58. und 60. Minute genutzt. Doch die Eintracht war vom Pech begünstigt (Charly Körbel, früher) und es kam wie es kommen musste. Das Kontertor durch Rakitic war der Anfang vom Ende. Und da war es nur symptomatisch, dass Kuranyi sein 13. Saisontor machte und die Frankfurter Niederlage mit 1:4 besiegelte.

Und irgendwie ist jetzt alles so wie es immer war. Heribert Bruchhagen betonte am Samstag nach dem Spiel einmal mehr, dass er immer Recht hatte, wenn er jenen widersprach, die dachten, das zementierte Ranking könne aufgebrochen werden. Die Eintracht kämpft jetzt nicht mehr um Europa, sondern gegen Mainz, Wolfsburg und Hoffenheim um einen guten Platz im „Niemandsland“ der Tabelle.

Doch nach 111 Jahren (liebe Hoffenheimer und Wolfsburger, das nennt man Tradition) steht „Niemandsland“ dann doch für attraktiven Fussball (immer öfter), Leidenschaft und den Abschied von der launischen Diva. 32 von 111 Jahren habe ich Dich begleitet, liebe Eintracht. Doch langweilig war es nie! Herzlichen Glückwunsch!

Und wir holen den DFB-Pokal und wir werden Deutscher Meister!

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Eine Antwort auf Herzlichen Glückwunsch!

  1. Hans Wurst schrieb am:

    Wir müssen Geld in die Hand nehmen und investieren! Sonst wird das alles nichts!

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