Irgendwie ist es doch komisch. Morgen kommt der Tabellendritte ins Waldstadion und ich habe weder ein ungutes Gefühl noch Angst vor einer faustdicken Niederlage. Die gab es bereits im Hinspiel wo Bayer Leverkusen die Frankfurter Eintracht mit 4:0 nach Hause schickte. Die Rheinländer sind mittlerweile (wieder einmal) weit entfernt von der Tabellenspitze und machen ihrem Spitznamen “Bayer Vizekusen” alle Ehre. Sie agieren zur Zeit eher wie ein zahnloser Tiger, der in den letzten zwei Spielen gegen Dortmund und Schalke jeweils eine Niederlage einstecken mussten.
Geringe Sorgen haben zur Zeit die Gastgeber. Nach den beiden überzeugenden Siegen gegen Bayern und in Bochum kann Eintracht Frankfurt dem bevorstehenden Spiel relativ gelassen entgegen sehen. Nach dem unglücklichen Zusammenprall im Training diese Woche werden Schwegler und Chris wohl morgen auflaufen können. Eng dürfte es für Maik Franz werden, der von Sebastian Jung von der rechten Abwehrseite aus der Stammelf vertrieben worden ist. Dagegen ist wohl die Mittelfeld-Achse Meier-Caio gesetzt, die sich bereits in den vergangenen Spielen bewährt hat.
In der Tabelle auf Platz acht, ein nahezu vollständiger Kader und in Schlagdistanz zu den Europapokal-Plätzen, von denen sogar Heribert Bruchhagen zuletzt kurz träumte. Das ist es dann wohl, was geläufig als “ruhige Zeiten” bezeichnet wird. Vielleicht ist es ja auch die Ruhe vor dem Sturm. Der geneigte Fan und Beobachter darf gespannt sein, wie stark dieser ausfallen wird. Und ob Eintracht Frankfurt den Kurs halten kann.
Hörenswert: Der neue Eintracht-Frankfurt-Podcast. Diesmal mit einem Interview mit Michael Skibbe. Download bei iTunes oder auf Renés Blog.