Vom Schicksal bestimmt

Im allgemeinen Sprachgebrach spricht man in der Situation, in der sich die Eintracht derzeit befindet, gerne von Schicksalsspielen. Nun haben die Partien gegen Stuttgart und Kaiserslautern noch nicht das Schicksal von Eintracht Frankfurt besiegelt, sie waren jedoch zweifelsohne richtungsweisend. Umso dramatischer ist es, dass die Eintracht nach der Niederlage gegen die Schwaben und der erschreckenden Leistung gegen die Pfälzer in die vollkommen falsche Richtung driftet. Die Zahlen im Jahr 2011 sprechen für sich und leider gegen die Eintracht: 0:13 Tore bei zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Der Relegationsplatz ist gerade einmal drei Punkte entfernt. In Frankfurt herrscht derzeit allerhöchste Alarmstufe. Die Mannschaft wirkt auf dem Platz jedoch völlig konzeptlos und ohne Esprit während der Trainer täglich neue Durchhalteparolen raushaut.

Michael Skibbe

Als Eintracht-Fan muss einem daher vor dem kommenden Spiel gegen den FC Schalke 04 Angst und Bange werden. Inklusive dem nächsten Spieltag hat die Eintracht noch neunmal die Chance Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Und auch wenn wahrscheinlich niemand am Samstag einen Sieg gegen den DFB-Pokal-Finalisten erwartet, ist die Eintracht zum Punkten verdammt. Zudem muss sie endlich zeigen, dass sie bereit ist gegen den Abstieg zu kämpfen, und sich nicht, wie zuletzt gegen Kaiserslautern, wie das Kaninchen vor der Schlange verhalten. Daher ist es egal wie man das Spiel gegen Schalke bezeichnet: Am Ende geht es nicht darum, ob der Trainer seinen Job behält, sondern darum ob die Eintracht endlich anfängt gegen den Super-GAU anzukämpfen.

Viele Chancen wird man in Frankfurt dazu in den kommenden Wochen nicht mehr bekommen. Nach der Partie gegen Schalke erwartet die Eintracht mit St. Pauli, Wolfsburg und Bremen drei Mannschaften, die zur Zeit noch alle hinter den Hessen in der Tabelle stehen. In der Hinrunde gewann die Eintracht gegen St. Pauli und Wolfsburg deutlich, gegen Bremen erkämpfte man ein gerechtes torloses Remis. Von der Form der Hinrunde ist man in Frankfurt jedoch weit entfernt, sodass die Ergebnisse eher nicht als Indikator dienen. Spätestens am 29. Spieltag wissen wir, wohin in der nächsten Saison die Reise der Eintracht geht. Ob der Reiseleiter dann immer noch Michael Skibbe heißt steht in den Sternen. In diesem Sinne. Auswärtssieg! (Hoffentlich…)

Dieser Beitrag wurde unter Auswärts abgelegt und mit den Tags , , versehen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>