Unverhofft kommt oft

Auch vier Tage nach dem unerwarteten Unentscheiden gegen den scheinbar übermächtigen FC Bayern bin ich mir immer noch nicht ganz sicher, ob die Eintracht einen Punkt gewonnen hat, oder zwei Zähler liegengelassen hat. Angesichts der individuellen Unterschiede zwischen beiden Mannschaften kann man sicherlich von einem gewonnen Punkt sprechen. In Anbetracht der Art und Weise, wie der Ausgleich für die Gäste gefallen ist, sowie der zahlreichen guten Möglichkeiten, die insbesondere Gekas liegengelassen hat, muss man jedoch feststellen, dass an diesem Nachmittag deutlich mehr drin gewesen wäre. Immerhin, ein Punkt gegen den Rekordmeister hat wohl niemand in seinen Rechenmodellen zum Klassenerhalt eingeplant. Insofern sollte der geneigte Eintracht-Fan sich über das Ergebnis und den unverhofften Zähler erfreuen.

Der lang ersehnte Befreiungsschlag muss nun also in Mainz erfolgen. Doch diese Aufgabe dürfte nicht wesentlich einfacher sein, als der Punktgewinn am vergangenen Spieltag. Für die Gastgeber geht es um den Einzug ins internationale Geschäft (jaja, genau jenes, auf das man in Frankfurt noch vor ein paar Monaten schielte). Die Eintracht kann jedoch bereits mit einem Unentscheiden auf den Relegationsplatz abrutschen, sofern Wolfsburg in Bremen gewinnt. Bleibt zu hoffen, dass die Serie gegen die Rheinland-Pfälzer hält. Denn gegen Mainz hat die Eintracht in der Bundesliga noch nie verloren. Und so können wir gespannt auf das kommende Spiel am Rhein schauen, das nichts anderes ist, als eine Partie gegen Köln oder Dortmund. Nämlich ein ganz normales Fussballspiel und beim besten Willen keines, das mit den Duellen gegen den Verein östlich von Frankfurt vergleichbar ist. Auch wenn man das “traditionell” in der Presse anders sieht.

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