Eigene Gesetze? Von wegen!

Im Grunde ist es ein Selbstläufer. Der ehemalige Erstligist, der durch einen Betriebsunfall nun für elf Monate eine Klasse tiefer kicken muss, trifft auf einen Viertligisten, der sonst im fussballerischen Nirvana sein Dasein fristet. Im Grunde wäre jedoch nur im Grunde, wenn es sich bei dieser Partie nicht um die erste Runde im DFB-Pokal handeln würde. Denn während der Absteiger aus Frankfurt zwingend eine Runde weiter kommen muss, um sein ohnehin schon knappes Budget für weitere Verstärkungen aufzubessern, träumt der Viertligist aus Halle von der Sensation. Und mit Sensationen kennt man sich in Halle aus. Im vergangenen Jahr warfen die Hallenser mit Union Berlin bereits schon einmal einen Zweitligisten in der ersten Runde aus dem Wettbewerb. Aber bitte, Leute, wer vergleicht denn schon ernsthaft Eintracht Frankfurt mit Union Berlin? Zu arrogant? Mitnichten! Denn der selbst ernannte Aufstiegsfavorit darf kein anderes Ziel haben, als in die nächste Runde einzuziehen. Und da ist es auch egal, wenn die Journalie pünktlich zu Beginn des Wettbewerbs von den mythischen eigenen Gesetzen im Pokal unkt. Der Sieger der morgigen Partie kann und darf nur Eintracht Frankfurt heißen. Egal ob mit oder ohne Schwegler. Egal ob mit Matmour, Caio, oder Fenin. Punkt. Aus. Ende. In diesem Sinne. Auswärtssieg. Was sonst..?

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