Voll im Soll

Im Vorfeld des ersten Frankfurter Stadtderbys wurden hohe Erwartungen im Umfeld der Eintracht und des FSV geäußert. Verunsichert durch die durchschnittliche Vorstellung der Eintracht im Spiel zuvor gegen Düsseldorf, und dem Bonus des Underdogs beim FSV, sagten zahlreiche Beobachter einen knappen Ausgang der Partie voraus. Was die über 50.000 Zuschauer, Fans und Fussball-Touristen dann im Stadtwald zu sehen bekamen, bezeichnet man im Allgemeinen als klare Verhältnisse. Der Fussballsportverein aus Bornheim konnte die ersten 15 Minuten dem Deutschen Meister von 1959 noch Paroli bieten. Danach hatte sich die Formation der Eintracht jedoch gefunden und entschied in 23 Minuten das Spiel mit drei Toren vorzeitig. Rode staubte zur Führung ab, Gekas verwandelte einen Elfmeter und Köhler kopierte sein Tor gegen Braunschweig zur verdienten Halbzeitführung. Bis dahin sah man im Waldstadion ein ansehnliches Fussballspiel, bei dem der Gastgeber sichtbar ohne jede Chance war.

Nach dem Wiederanpfiff stellten beide Mannschaften das Fussballspielen ein. Das lag daran, dass die Eintracht sich auf das Verwalten der deutlichen Führung beschränkte und der FSV genug damit zu tun hatte, den Rückstand nicht noch größer werden zu lassen. Die steigenden hochsommerlichen Temperaturen bei schwülwarmer Luft taten ihr Übriges dazu, dass die zuletzt genannte endgültig aus dem lang ersehnten Spiel raus war. Daran änderte auch nichts das 4:0 durch den zweifachen Torschützen Köhler kurz vor dem Ende. Als Fazit beibt festzuhalten, dass der FSV noch nicht einmal versuchte seine Außenseiterchancen wahrzunehmen und dass die Eintracht nach einem verdienten Sieg auf den dritten Tabellenplatz kletterte. Nach fünf Saisonspielen ist die SGE immer noch ungeschlagen und mit 12:4 Toren voll im Soll.

Ungeklärt ist jedoch die Personalie Gekas, der zwar gestern wieder das Tor traf, in Summe jedoch eine schwache Leistung darbot. Der erfolgreich geschossene Elfmeter sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass er gute Chancen fahrlässig liegen ließ, weil er zu hektisch agierte oder den Überblick verlor. Wie man als Stürmer mannschaftstauglich spielt zeigte dann ausgerechnet Hoffer, der zuvor für den Griechen eingewechselt wurde, als er beim Schlusstreffer Köhler mustergültig bediente. Derweil wurde die Diskussion um den Verkauf eines Stürmers wieder angeheizt, da Fenin es noch nicht einmal für den Kader nominiert wurde und der sportliche Leiter öffentlich seine geplanten Transfervorhaben kommentierte. Viel Zeit bleibt Hübner jedoch nicht mehr. In neun Tagen endet die Wechselperiode.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit den Tags , , , versehen. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Voll im Soll

  1. Conrad schrieb am:

    sehr interessanter Kommentar zum Spiel wo ich auch war.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>