Die zweite Liga ist der landläufigen Meinung nach das beste Unterhaus in Europa, ach was, der Welt! In der aktuellen Spielzeit tümmeln sich dort Traditionsvereine wie Alemannia Aachen, Foruna Düsseldorf, St. Pauli, der Karlsruher SC und, das sollte nicht unerwähnt bleiben, ein ehemaliger und bald-wieder Bundesligist namens Eintracht Frankfurt. Alleine die Tatsache, dass der letztgenannte Verein in dieser Saison sein Dasein in jener besten Zweitliga überhaupt und ever fristet, ist schon Beweis genug, dass die anfangs erwähnte These richtig sein muss! Doch zweite Liga ist auch kacke, aber sowas von (soviel Kraftausdruck darf sein!). Denn neben den weiter oben aufgezählten großen Traditionsvereinen sind dort auch Vereine wie Greuther Fürth, Dynamo Dresden oder Erzgebirge Aue anzutreffen. Alles Clubs, denen die irgendwann mal geschnupperte Bundesligaluft letztendlich doch den Atem geraubt hat und deren sportliches Heim im Unterhaus ist.
Es gibt jedoch einen Verein, der steht für die zweite Liga wie kein anderer. Die Rede ist vom zweimaligen Westfalenmeister SC Paderborn, der als einen seiner größten Erfolge 2004 mithilfe eines gewissen Robert Hoyzer den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale feiern durfte. Yeah! Spätestens wenn Du gegen Paderborn spielst, dann weisst du, dass du mitten im Unterhaus angekommen bist. Für Freunde des gepflegten Frankfurter Fussballs ist der SC Paderborn genau so sexy wie Äppelwoi mit Cola, Rippche ohne Kraut oder Handkäs mit Erdbeersauce. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass verdiente Fussballer und Trainer wie Dieter Hecking oder Thomas von Heesen früher einmal in Paderborn gegen den Ball getreten haben. Um es mit den Worten von Swen auf den Punkt zu bringen: Spiele gegen Paderborn sind die Höchsstrafe der Saison!
Doch alles Jammern hilft nichts; am Sonntag ruft die Pflicht und die Eintracht sollte auf der Hut sein. Denn die Westfalen kommen mit reichlich Rückenwind in den Stadtwald. Von den bisher drei Auswärtsspielen konnte Paderborn zwei für sich entscheiden, zuletzt gewannen sie am vergangenen Spieltag auswärts bei Dynamo Dresden.
Bei der Eintracht ist das Derbyfieber inzwischen wieder zurückgegangen, wobei an dieser Stelle hinterfragt werden muss, ob am letzten Wochende überhaupt jemand Fieber oder zumindest erhöhte Temperatur hatte. Schon am Tag nach dem vermeintlichen Stadtderby bestimmte der Alltag das Handeln bei den Verantwortlichen der Eintracht wieder. Und dieser wurde, wie in den Wochen zuvor, von Transfergerüchten bestimmt. Derweil erfährt der Ex-Kapitän eine Wunderheilung und macht sich auf die alten Tage noch einmal die Taschen voll. Der für die zweite Liga als zu schlecht befundene Martin Fenin bastelt beim neuen Erstligisten Augsburg an einem Comeback. Dazu fordert der Trainer noch immer vehement (Wortspiel, haha!) zusätzliche Stürmer und Innenverteidiger während der Sportdirektor irgendwo den Erstligaabfall entsorgen möchte.
Doch von der bevorstehenden Partie gegen den SC Paderborn redet außer Alex, René und Marvin im Eintracht-Podcast niemand. Das wird sich hoffentlich spätestens am Sonntag mittag ändern, wenn der Showdown zwischen den beiden Weltstädten an Main und Pader im ehrwürdigen Waldstadion steigt. Bis dahin solltet Ihr Euch die Zeit mit den wunderschönen Bildern aus dem Imagefilm der Stadt Paderborn verteiben. Denn der ist mindestens genau so spannend, wie das Spiel am Sonntag. Yeah!
Ich hoffe, dass wir die Spieler nicht glauben, dass das gegen Paderborn ein Selbstläufer wird, sonst wird es wieder nix mit dem ersten “echten” Heimspielsieg.
Das mit Chris finde ich ja auch sehr bemerkenswert! Hier würde mich wirklich brennend interessieren, wie das kommt. Ich kann mir da echt keinen Reim drauf machen!
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