Teil zwei von drei der Ostwochen bei Eintracht Frankfurt. Nach dem Punktgewinn in Cottbus empfangen die Frankfurter am Freitag Abend um 18 Uhr Hansa Rostock. Einen Spieltag später reist der Tross des so-gut-wie-Aufsteigers dann an die Elbe nach Dresden. Zweite Liga, wie bist Du schön! Über den Auftritt der Eintracht in Cottbus wurde bereits alles gesagt und geschrieben, so dass wir uns noch vollumfänglich der Partie gegen den sympathischen Verein von der Ostsee widmen könnten, den so mancher Anhänger der Eintracht nicht besonders gut in Erinnerung haben dürfte. An dieser Stelle wollen wir jedoch die Vergangenheit ruhen lassen und uns der Gegenwart widmen. Auch wenn diese irgendwie keinen Grund zur Jubelei gibt. Drei Siege, vier Unentschieden, keine Niederlage und 15:7 Tore. Das ist die Bilanz von Eintracht Frankfurt nach sieben Spieltagen Unterhausgekicke. Unterm Strich bedeutet das derzeit Platz sechs in Tabelle, der Spitzenreiter mit fünf Punkten Vorsprung ist noch einholbar. Die Saison ist ja noch jung. Ist doch eigentlich ganz toll, oder?
Irgendwie dann doch nicht. Denn außer gegen Braunschweig und den FSV konnte die Eintracht in keiner Partie richtig überzeugen. Der Kader ist mehr zufällig zusammengewürfelt als durchdacht und auf dem Platz ist kein Konzept erkennbar, wie die Gegner mit spielerischen Mitteln besiegt werden können. Als Höhepunkt dieser Konzeptlosigkeit beschränkte man sich in Cottbus auch ohne Gekas auf lange Bälle, die ideenlos nach vorne gedroschen wurden. Im nächsten Spiel fordert der Übungsleiter daher eine andere Einstellung, mehr Laufbereitschaft und auch eine andere spielerische Linie. Und ich fordere zusätzlich, dass das selbst ernannte Bayern München der zweiten Liga in einem Heimspiel gegen Hansa Rostock nicht mit einem 4-2-3-1 spielt, das keiner der Spieler richtig beherrscht, sondern mit zwei Spitzen aufläuft und gegen den Meisterschaftsverhinderer endlich den ersten richtigen Heimsieg holt. Auf dieses Zweitliga-Gemurkse hat nämlich niemand Lust. Und auf Rostock erst recht nicht.
Dem kann man wieder nur zustimmen. Was sagste denn zu den lastminute Transfers?
Fenin wegzugeben finde ich fatal. Ich bin immer noch der Meinung, dass er ein guter Stürmer ist. Aber für ein System mit einem Stürmer ist er nicht gemacht. Idrissou und Friend, naja, mal schauen was sie bringen.
Hübner macht meiner Meinung nach genau dort weiter, wo er in Duisburg aufgehört hat. Er denkt von Saison zu Saison und nicht strategisch. Jetzt kauft und leiht er eine Truppe zusammen, dass irgendwie der Aufstieg geschafft wird. Zur Not halt mit unattraktiven Fussball á la wir kloppen den Ball nach vorne, einer wird ihn schon finden. Nächste Saison wird nur ein geringer Teil noch da sein, wahrscheinlich geben wir schon Neuzugänge wieder im Winter ab.
Das was Bruchhagen und Funkel ausgemacht hat war, dass sie strategisch und zukunftsorientiert eingekauft haben. Hübner macht mit seiner Ausleihtaktik das absolute Gegenteil. Um kurzfristig erfolgreich zu sein, mag das vielleicht reichen, aber nicht um langfristige Ziele zu erreichen. Was auch immer diese sind…
Ich kann mir das Spiel gleich nicht ansehen, da ich arbeiten muss. Ich würde gerne nach dem Spiel sagen können. “schade, dass ich mir die sensationelle Leistung der Eintracht nicht ansehen konnte.” Leider glaube ich nicht wirklich daran :(
Ok….. Kaum geschrieben und schon schreit der Live-ticker auf meinem iPhone und es steht 1:0 :) so kann es weiter gehen….
“Fenin wegzugeben finde ich fatal. Ich bin immer noch der Meinung, dass er ein guter Stürmer ist. Aber für ein System mit einem Stürmer ist er nicht gemacht. Idrissou und Friend, naja, mal schauen was sie bringen.”
Da sind wir uns total einig.
Idrissou (hatte ich ja geschrieben) ist für mich ne echte Verstärkung, bei Friend habe ich meine Zweifel.
Den Rest sehe ich gar nicht so schwarz wie du. Diese Leihgeschäfte mit Kaufoptionen schaffen Planungssicherheit. Man kann die Optionen dann im nächsten Jahr ziehen, die man für die besten hält. Ich habe bei den Sommertransfers eigentlich durchaus eine Zukunftsorientierung erkannt. Die “last-minute”-Transfers bestätigen aber auch meiner Meinung nach eher dein Bild.
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@Christian Eine sensationelle Leistung war es am Ende nicht, aber der Sieg geht auch in der Höhe voll in Ordnung.
@Jens Von Idrissou bin ich wirklich positiv überrascht. Ich hoffe, er hält seine Form. Bezüglich der Transferpolitik werden wir wohl erst im nächsten Jahr schlauer sein, wenn klar ist, wie das Gerüst für die erste Liga aussehen soll und – das ist viel wichtiger – ob es Veh und Hübner gelungen ist, aus den einzelnen Spieler ein Mannschaftsgefüge zu formen.