Es ist vorbei. Eines der schlimmsten Jahre in der Geschichte des Profifussballs bei Eintracht Frankfurt ist nun Geschichte, und das neue Jahr 2012, soll – zumindest in den ersten fünf Monaten – dafür genutzt werden, um die Schmach des unnötigsten Abstieg aller Zeiten endgültig vergessen zu machen. Spätestens am 6. Mai wissen wir dann, ob die Mission “Direkter Wiederaufstieg” den Herren vom Main geglückt ist. Doch in der Tat: Ganz so schlimm, wie es so mancher Anhänger des Vereins des Herzens sieht, steht es um die Eintracht dann doch (noch) nicht. Nach 19 Spieltagen steht der Absteiger auf dem dritten Platz der Tabelle. Einen Punkt hinter Greuther Fürth und auch der verdiente Spitzenreiter aus Düsseldorf ist mit drei Punkten Vorsprung nicht in uneinholbarer Ferne.
Getrübt wird die aktuelle Situation jedoch durch das Bild, dass die Mannschaft von Armin Veh in den letzten Spielen des vergangenen Jahres abgegeben hat. Die Leichtigkeit und Dominanz vom Anfang der Saison ist endgültig verflogen und die Leistungen der Mannschaft waren zuletzt mehr schlecht als recht. So war die Niederlage gegen St. Pauli letztendlich nicht nur verdient, sondern auch für den einen oder anderen vorhersehbar. Das Jahr endete damit für Eintracht Frankfurt genauso, wie es anfing.
Ob die Eintracht nun auf bessere Zeiten hoffen kann, scheint jedoch fraglich: Die Kasse ist klamm, die Neuzugänge des letzten Sommers sind schon jetzt auf der Suche nach neuen Arbeitgebern und die Kreativität der Verantwortlichen beschränkt sich darauf, Ex-Spieler aus der Autostadt zu locken. Und anstatt primär das größte Sorgenkind, die Abwehr, zu verstärken, kümmert man sich am Main erst einmal um junge Talente aus Manchester. Immerhin: Das Trainingslager ist gebucht und der Ex-Trainer packt erneut die verbale Keule aus und macht sich pünkltich zur Rückkehr ins Heimatland unnötig in den Medien wichtig lächerlich.
Und wer jetzt immer noch glaubt, bei Eintracht Frankfurt wird 2012 alles anders, dem ist auch nicht mehr zu helfen. In diesem Sinne: Ein frohes neues Jahr!
Heute genau so aktuell wie vor sieben Monaten: http://www.stadtwaldgebabbel.de/2011/05/nachgetreten/