Ich hab´ an der Uhr gedreht…

Spieltage in der zweiten Fussball-Bundeliga sind lang. Noch länger kann dem geneigten Fan der Frankfurter Eintracht jedoch die Zeit zwischen zwei Spieltagen vorkommen. Oder besser gesagt, die Zeit zwischen den Spielen, an denen der Zweitligameister 2012 beteiligt ist. Zwischen der letzten Partie bei der Eintracht aus Braunschweig und der kommenden, an dem die Eintracht aus Frankfurt die Fortuna aus Düsseldorf empfängt, liegen exakt 197 Stunden. Und im grauen Zweitliga-Alltag sind diese Stunden nicht immer mit farbenfrohen Neuigkeiten bestückt. Da liegt es doch nahe, dass der designierte Stammtorhüter (per Zusage), oder besser gesagt sein Berater, den Arbeitgeber daran erinnert, dass eigentlich die Neuverpflichtung zwischen die Pfosten gehöre. Natürlich unabhängig von jeglicher Leistung, die bisher erbracht wurde. Oder halt auch nicht. Sollte Kessler länger Ersatz bleiben müsse man mit den Vereins-Verantwortlichen reden. Aha. Geredet haben wir gestern auch. Und zwar in der aktuellen Folge des Eintracht-Podcast, die Ihr seit heute Mittag herunterladen könnt, nein sogar müsst! Natürlich haben wir noch einmal das Spiel in Braunschweig aufgearbeitet und einen Ausblick auf die Partie gegen den Tabellenführer am kommenden Montag gewagt. Zudem ging es um den wieder erstärkten Sturm, einen Fussballgott im Mittelfeld und wir sind – als hätten wir es geahnt – zum Schluss gekommen, dass es zur Zeit genau richtig ist, den ollen Oka in die Hütte zu stellen. In diesem Sinne wünsche ich Euch noch spannende 101 Rest-Stunden bis zum Anpfiff des Sturms an die Tabellenspitze.

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Aufsteiger + Absteiger = Eintracht²

Für die meisten ist es eine klare Angelegenheit, wenn der Aufsteiger aus der dritten Liga auf den Absteiger aus der ersten Liga trifft. Nach den Leistungen, die der Erstligaabsteiger aus Frankfurt in den drei vorherigen Pflichtspielen zeigte – nehmen wir die zweite Halbzeit in Fürth mal aus – hielt sich der Optimismus vor dem Duell der beiden Eintrachts eher in Grenzen. Nach dem trostlosen Unentschieden gegen St. Pauli und dem schmeichelhaften Sieg im DFB-Pokal gegen Halle konnte man nicht unbedingt damit rechnen, dass die Eintracht Braunschweig an die Wand spielen würde. Umso verwunderlicher war es, was die Mannschaft von Armin Veh gestern im Eintracht-Stadion ablieferte. Nach dem ideenlosen Standfussball der vergangenen zwei Spiele, zeigten die Spieler, dass sie entgegen jeder Vermutung das Fussballspielen nicht verlernt haben.

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Braunschweig statt Braten

Was macht der durchschnittliche Erstliga-Fan sonntags nach dem Mittagessen? Richtig. Er legt sich zum wohlverdienten Mittagsschlaf auf die Couch und erfreut sich am Sieg seiner Lieblingsmannschaft vom Vortag, die zur besten Fussballzeit um halb vier gegen das Leder treten dürfte. Davon kann der durchschnittliche Anhänger von Eintracht Frankfurt zur Zeit nur träumen. Denn für eine Pause nach dem dem Sonntagsbraten bleibt keine Zeit. Das liegt vor allem daran, dass die Frankfurter heute beim Tabellenführer vom letzten Spieltag antreten müssen, der sich diese Position mit einem Sieg wieder zurück erobern kann. Die andere, richtige Eintracht könnte mit einem Dreier mindestens auf den Relegationsplatz klettern. Und das wäre ja auch schon etwas. In diesem Sinne. Auswärtssieg!

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Transfergeplänkel – oder nicht?

Nach den vergleichsweise unspektakulären Transfers in den vergangenen Wochen gibt es seit gestern rund um das ehrwürdige Waldstadion seit langem wieder einmal viel Wirbel. Nach einem “reinen Informationsgespräch”, das gestern in unmittelbarer Nähe zum Sportinformationsdienst (SID) zwischen den sportlich Verantwortlichen und dem Ex-Mainzer Aristide Bancé stattfand, wurden sämtliche Wechselgerüchte rund um den Burkiner umgehend dementiert. Sowohl Hübner als auch der Berater Bancés wollten von einer möglichen Verpflichtung nichts wissen. Aus dem Umfeld von Bancé verlautete es sogar, dass die zweite Liga für den vermeintlich Umworbenen keine Option wäre. Das alles kann man getrost unter der Überschrift Transfergeplänkel abheften. Solche Gesrpäche finden wahrscheinlich in den Wechselperioden zu Dutzenden statt. Ein Geschmäckle bekommt das ganze jedoch, wenn der Spieler am Tag nach allen Dementis in offizieller Dienstkleidung des interessierten Vereins direkt vor dessen Spiel- und Trainingsstätte gesehen wird. Offiziell wollte Bancé sich nur fit halten. Warum er das jedoch ausgerechnet im Trainingsdress der Eintracht getan hat, weiß niemand so richtig. Viel mehr bekamen die Kiebitze am Nachmittagstraining dann aber auch nicht zu sehen. Bancé reiste kurz vor Beginn der Einheit wieder ab.

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Fluch und Segen

Eintracht-Podcast.de

Nach dem glanzlosen Sieg der Eintracht gegen den Halleschen FC hatte Heribert Bruchhagen große Sorgenfalten im Gesicht. “Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, muss uns hochgradig aufmerksam machen” resümierte der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt. Die Arbeitsverweigerung der Frankfurter Profis an diesem Tag mit dem Verb spielen in Verbindung zu bringen, entlockte mir ein leichtes Grinsen. Dieses hat auch Theofanis Gekas wieder gefunden. Obwohl man den Zustand wohl eher als breites Lachen bezeichnen kann. Der schweigsame Grieche, der in der vergangenen Saison die Eintracht mit sensationellen 14 Treffern in der Hinrunde und mageren zwei Toren in der Rückrunde beglückte, hat, wenn man den Sportredaktionen der Lokalpresse glauben darf, seinen Torriecher zurückgefunden. Fakt ist, dass die Eintracht es alleine Gekas zu verdanken hat, dass sie gegen den Viertligisten von der Saale nicht in die Verlängerung und am Ende sogar in ein Elfmeterschießen gehen musste. Von Gekas sah man 85 Minuten auf Platz absolut nichts. Bis dahin hatte er keine einzige richtige Chance. Um dann, wie aus dem Nichts, im Strafraum der Gastgeber zu Boden zu gehen und dem Schiedsrichter keine andere Wahl zu lassen, als auf Strafstoß für die Eintracht zu entscheiden. Dass der Gefoulte dann auch noch selbst den Elfmeter sicher und abgezockt verwandelte, setze dem ganzen Treiben die Krone auf. Doch damit nicht genug. In der letzten regulären Spielminute setze sich der Grieche nach einem langen Abschlag von Nikolov gegen den Hallenser Torwart und einen Gegenspieler durch und stocherte den Ball clever zum 2:0 Endstand in das gegnerische Tor.

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