Schlagworte: Auswärtssieg

Spitzenspiele

Auf geht´s in den vorletzten Spieltag der Hinrunde in der Aufstiegs-Saison. Unsere geliebte Eintracht tritt morgen in der südlichsten Spielstätte der zweiten Liga an. Dem TSV 1860 München, der vom Traditionsverein zum Retortenclub mutiert ist, droht die dritte Heimniederlage in der Saison, und damit der Verbleib im tiefgrauen Mittelfeld des Unterhauses. Mindestens genauso wichtig wie der “pro Forma-Sieg” der Eintracht in der bayerischen Landeshauptstadt ist hingegen das sogenannte Spitzenspiel am Montag, das den Spieltag komplettieren wird. Dort treffen nämlich Fortuna Düsseldorf und die SpVgg Greuther Fürth aufeinander. Und der informierte Zweitlige-Anhänger erkennt hier sofort, dass diese beiden Mannschaften, die direkten Verfolger des derzeitigen Spitzenreiters (!) sind. Mindestens einer der beiden Verfolger wird Punkte lassen. Bei einer Punkteteilung hat die Eintracht sogar die große Chance, einen Vorsprung auf die Konkurrenten herzustellen. Unabhängig von der Aufstellung, die Trainer Veh dieses Mal ungewohnt geheimnisvoll inszeniert, wird das Spiel in München ein harter Brocken. Denn trotz schwankender Leistungen in dieser Saison, sind die Bayern immer für eine Überraschung gut, wie zuletzt beim Auswärtssieg in Ingolstadt. Wie auch immer: Wer aufsteigen will, muss auch den TSV 1860 schlagen. In diesem Sinne. Auswärtssieg!

Aufregung, Ärger, Aue.

Ich könnte mich aufregen. Und ich könnte mir ärgern. Zum Beispiel darüber, dass Eintracht Frankfurt gestern Abend ein richtig schlechtes Spiel bei Erzgebirge Aue abgeliefert hat. Oder darüber, dass die Eintracht nur deshalb ein Gegentor kassiert hat, weil dem Gastgeber das Glück des Tüchtigen fehlte und das Spielgerät zweimal das Aluminium traf, anstatt hinter Oka Nikolov einzuschlagen. Ich könnte mich auch darüber aufregen, dass Gordon Schildenfeld gestern Abend alles andere als eine Bank in der Innenverteidigung war und seine Kollegen mit unnötigen Fehlern ein ums andere mal in Bedrängnis brachte. Oder über Constant Djakpa, weil Djakpa gestern genauso spielte, wie Djakpa halt spielt. Aufregen könnte ich mich auch darüber, dass die Eintracht mit dem Führungstreffer das Fussballspielen einstellte. Und mit dem Pausenpfiff den Ausgleich kassierte, weil die Gastmannschaft bereits in der Kabine war. Nicht körperlich, aber im Geiste.

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Europa für eine Nacht

Morgen abend tritt die Frankfurter Eintracht beim VfL Borussia Mönchengladbach an. In jüngster Vergangenheit rief diese Begegnung wenig Euphorie hervor. Beide Mannschaften befanden sich meist irgendwo zwischen Mittelfeld und Abstiegszone. Nach dem letzten Aufeinandertreffen im November 2009, das die Borussen mithilfe von Oka Nikolov mit 2:1 für sich entscheiden konnten, befanden sich beide Teams in direkter Nachbarschaft in der Tabelle auf den unbedeutenden Plätzen 11 und 12.

Die Ausgangslage morgen ist eine andere. Weniger für Mönchengladbach. Die befinden sich nach wie vor auf dem 12. Tabellenplatz. Für Eintracht Frankfurt jedoch geht es um weit mehr. Die vor dem Spiel gegen den HSV ausgerufenen “Wochen der Wahrheit” beginnen im Grunde morgen abend. Mit einem Sieg schiebt sich die SGE zumindest für eine Nacht auf den begehrten sechsten Platz in der Tabelle, der sehr wahrscheinlich für die Teilnahme an der Euro-League berechtigen wird. Und selbst wenn Hamburg und Stuttgart an diesem Wochenende punkten, wird die Eintracht den Anschluss an die direkte Konkurrenz halten.

Doch ist der sechste Platz am Saisonende wirklich realisitisch? Sicher ist, dass dafür Schützenhilfe aus Hamburg und Stuttgart notwendig ist. Und auch Wolfsburg hängt der Eintracht mit nur einen Zähler Rückstand im Nacken. Jedoch erwartet die Eintracht in den verbleibenden fünf Spielen Gegner, die momentan deutlich schlechter als die Frankfurter spielen. In die meisten Partien wird die Eintracht als Favorit starten. Sollte es am Ende nicht reichen, wird niemand in Frankfurt enttäuscht sein. Es gilt jedoch, die kleine Chance am Schopf zu packen und zu versuchen, das beste daraus zu machen. Denn auch Partick Ochs sagte am letzten Samstag direkt nach dem Sieg gegen Leverkusen, dass “es keinen Spass macht auf Dauer immer nur im Mittelfeld zu spielen”. Recht hat er!

Derweilen hat Michael Skibbe weiter mit Ausfällen zu kämpfen. Primin Schwegler wird nicht spielen können und auch hinter Christoph Spycher steht noch ein großes Fragezeichen. Zudem hat sich Sebastian Jung im Training verletzt. Sollte er ausfallen wird wohl Patrick Ochs auf die rechte Außenverteidiger-Position rücken und Marcel Heller könnte wieder in die Mannschaft kommen. Chris wird spielen, sofern er wieder fit genug ist. Das sollte er sein, denn er wird in der Innenverteidigung dringend benötigt, da Maik Franz wegen seiner zehnten gelben Karte gesperrt ist. Die entgültige Aufstellung wird sich Skibbe wohl kurzfristig überlegen. Aus den vergangenen Spielen haben wir jedoch gelernt, dass die Eintracht derzeit auch Ausfälle von wichtigen Spielern verkraften kann. Grund zur Sorge besteht daher nicht.

Europa wir kommen! Vielleicht – zumindest für eine Nacht! Auswärtssieg!

Mehr dazu gibt es auch im einzig wahren Eintracht-Podcast. Diesmal mit René, Alex und meiner Wenigkeit sowie zwei umfassenden Fan-Meinungen. Anhören könnt Ihr Euch dieses Premium-Tondokument in Renés Blog oder direkt bei iTunes.

Nichts zu verlieren

Nach der ersten Halbzeit des Champions League Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Barcelona am Mittwochabend wurde mit Sicherheit dem einen oder anderen Eintracht-Fan Angst und Bange. Die Stuttgarter lagen absolut verdient mit 1:0 gegen die vermeintlich beste Vereinsmannschaft der Welt in Führung, und man traute ihnen sogar die Sensation zu, die Katalanen mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Diese trafen jedoch nach der Pause in das Stuttgarter Tor und beide Teams teilten sich die Punkte. Der VfB hinterließ jedoch einen bleibenden Eindruck. Im Frankfurter Fanlager befürchtet nun der eine odere andere die konzentrierte Schlachtung der Eintracht am kommenden Samstag in Bad Cannstatt.

Ohne Zweifel befinden sich die Stuttgarter momentan in einer sehr guten Verfassung. Zuletzt erteilten Sie dem FC Köln im heimischen Stadion eine schmerzhafte Lektion und schossen die Domstädter mit 1:5 vom Platz. Aus den letzten sieben Bundesligaspielen konnte der VfB insgesamt 18 Punkte auf sein Punktekonto erzielen und vom 17. auf den 9. Tabellenplatz klettern. Das Hinspiel gegen die Eintracht im September letzten Jahres entschied der VfB mit einem 3:0 Sieg klar und verdient für sich.

Dennoch: Für die Eintracht gibt es keinen Grund das Spiel schon vorneweg abzuhaken. Natürlich ist die Eintracht nicht der FC Barcelona. Jedoch mit einer konzentrierten Defensivleistung, etwas Glück und einer konsequenten Verwertung der Chancen können die Frankfurter dem VfB das Leben schwer machen. Für die Stuttgarter wird das Spiel kein Selbstläufer. Der Druck auf die Schwaben ist insbesondere nach dem guten Spiel gegen Barcelona enorm. Alles andere als ein Sieg gegen die Eintracht ist in Stuttgart nichts wert. Denn für die Schwaben ist das Spiel gegen Frankfurt wahrscheinlich die letzte Chance, um noch auf die Teilnahme an der Europa League hoffen zu können.

Auf die Frankfurter wartet eine schwere Aufgabe. Aber die Eintracht hat nichts zu verlieren. Sie geht als Außenseiter in die Partie und kann frei aufspielen. Und das gelang der Mannschaft von Michael Skibbe in der Vergangenheit besonders in fremden Stadien sehr gut. Und sollte es trotzdem die von einigen befürchtete Klatsche geben, darf man sich nicht demoralisieren lassen. Es ist egal, wieviel Punkte der Abstand auf den fünften Tabellenplatz beträgt und ob Europa tatsächlich eine Träumerei bleibt.

Nach 23. Spieltag in der laufenden Saison steht Eintracht Frankfurt auf dem 7. Platz in der Bundesliga-Tabelle – vier Punkte vor dem VfB. Und wer auch immer am Samstag der Favorit ist, als Verlierer können nur die Stuttgarter vom Platz gehen.

Bingo!

Für alle die das Spiel unserer geliebten Eintracht am kommenden Samstag nur am Fernseher, Radio oder in der Kneipe verfolgen können, gibt es hier einen ganz besonderen Service. Da der haushohe Sieg des Tabellen-Siebten aus Frankfurt gegen den VfB Stuttgart mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine reine Formsache ist, und zwischen den zahlreichen Toren immer etwas Zeit bleibt, könnt Ihr Euch diese mit dem einzigartigen Eintracht-Bingo vertreiben.

Bingo!

Alles was Ihr dafür machen müsst, ist hier die offizielle Eintracht-Bingo Vorlage herunterladen, ausdrucken und mitspielen. Zu gewinnen gibt es übrigens nichts, außer 3 Punkte, die jedoch auf das Konto der Eintracht gehen. Und kommt mir nicht mit irgendeinem Rechtsweg. Der ist sowieso ausgeschlossen.

Auswärtssieg!