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Ohne Abwehr

Nur noch fünf sechs Tage. Dann erwartet die Eintracht zum Rückrundenstart den Tabellenvierten Hannover 96 im heimischen Waldstadion. Nach der Winterpause, die in dieser Saison ungewohnt kurz war, kann der geneigte Fan sich nun endlich wieder auf Bundesliga-Fussball im Frankfurter Stadtwald freuen.

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Fischköppe

Langsam wird es unheimlich. Nachdem das erste Drittel der aktuellen Bundesliga-Saison absolviert ist, befindet sich die Eintracht mit einem Torverhältnis von +9 auf dem umglaublichen vierten Platz. Das Unheimliche daran ist, dass dieser Zustand weder auf Glück noch auf Zufall beruht, sondern aufgrund der Tatsache, dass die Eintracht momentan einfach jeden Gegner an die Wand spielt. Und bis auf das Spiel gegen Schalke verlässt die Eintracht das Spielfeld regelmäßig als Sieger.

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Hanseatische Woche – Teil 2

Heute geht für die Eintracht die hanseatische Woche weiter. Nach dem beeindruckenden Sieg am Mittwoch gegen den HSV im heimischen Waldstadion gibt sich die Diva nun beim FC St. Pauli die Ehre. Leider hat die Eintracht eine schwere Last zu tragen, da Pirmin Schwegler auszufallen droht. Der Schweizer zog sich im DFB-Pokal eine Verletzung im Rücken zu. Sollte er heute nicht auflaufen, ist das Frankfurter Mittelfeld ziemlich ausgedünnt, da zudem auch Meier und Chris nicht dabei sind. Mein Tipp für die Aufstellung ist daher:

Nikolov
Jung – Franz – Russ – Tzavellas
Clark – Köhler
Ochs – Caio – Altintop
Gekas

An dieser Stelle verweise ich gerne auf den aktuellen Eintracht-Podcast, der in gewohnter Manier die aktuelle Lage der Eintracht unter die Lupe nimmt. Und nicht vergessen: Montag ist Weltrekord-Tag! In diesem Sinne: Auswärtssieg!

Gute Voraussetzungen

Nach dem neunten Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison findet sich Eintracht Frankfurt auf dem neunten Tabellenplatz wieder. Es hat wohl niemand so recht daran geglaubt, dass sich die Frankfurter nach dem verkorksten Start so schnell in die vordere Tabellenhälfte vorarbeiten würden. Schließlich befand sich die Eintracht nach dem fünften Spieltag mit gerade mal drei Punkten auf dem 17. Platz und im Umfeld sowie in den Medien wurde bereits eifrig orakelt, dass die Spieler von Michael Skibbe wohl frühestens zur Winterpause wieder Anschluss an die Plätze jenseits der Abstiegszone finden werden. So kann man sich täuschen.

Am vergangenen Samstag war dann auch noch der amtierende Vizemeister im Waldstadion zu Gast, der jedoch zur Zeit eher an Hertha BSC in der vergangenen Saison erinnert und stark dagegen ankämpft, das gleiche Schicksal wie der Hauptstadtclub zu erfahren. Verkehrte Welt also im Stadtwald. Die Eintracht war der Favorit, die Gelsenkirchener der Underdog. Und genau das bestätigte sich auch im Spielverlauf. Während Schalke in der ersten Halbzeit noch halbwegs dagegen halten konnte, kontrollierte die Eintracht in der zweiten Hälfte das Spiel gänzlich. Letztendlich brachte das Team von Felix Magath im zweiten Durchgang keinen einzigen Schuss auf das Tor von Oka Nikolov zu Stande.

Die Eintracht ließ sich in der ersten Hälfte nicht unter Druck setzen und wartete auf ihre Chancen um nicht in einen Konter der Gäste zu laufen. Das klappte auch ganz gut und es boten sich für Russ und Altintop gute Chancen. Nach der Pause hätten die Gastgeber jedoch alles klar machen müssen. Spätestens Altintop, der sich nach der unterirdischen Leistung in Kaiserslautern steigern konnte aber immer noch weit hinter den Erwartungen geblieben ist, hätte alles klar machen müssen, als er aus drei Metern den Ball in den Frankfurter Himmel drosch. Doch die vergebene Chance passte nur allzu gut in das Gesamtbild. Die Eintracht war sichtlich bemüht den Schalkern den Todesstoß zu setzen. Letzendlich blieb es jedoch nur brotlose Kunst, obwohl der Gegner nicht übermäßige Gegenwehr bot.

Aber auch solche Spiele gehören zum Fussball und wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass die Eintracht das Heimspiel gegen den Vizemeister klar dominiert und eigentlich der sichere Sieger ist, dann hätte ich wohl – wie die meisten – an seinem Verstand gezweifelt. Unter den aktuellen Voraussetzungen jedoch, hat die Eintracht am neunten Spieltag leider zwei Punkte liegen gelassen. Mit einem Sieg gegen Schalke ständen die Frankfurter nicht auf dem neunten Platz in der Tabelle sondern auf dem vierten (!) und hätten den Champions League-Qualifikations-Platz direkt im Visier. Nun hat es aber nicht sollen sein und letztendlich ist der neunte Platz ja auch die Tabellenregion, wo der große Vorsitzende seine Mannen sieht. Am nächsten Samstag bietet sich für die Eintracht am Millerntor die Gelegenheit an die guten Leistungen aus den letzten Spielen anzuschließen und vielleicht klappt es dann ja auch wieder mit drei Punkten.

Vorher, genauer gesagt morgen, kommt jedoch erst einmal der Hamburger SV in den Stadtwald um die zweite Runde im DFB-Pokal auszuspielen. Für die Eintracht geht es jedoch auch um eine Revanche für die 1:3 Niederlage am zweiten Spieltag. Die Voraussetzungen sind jedoch andere als noch vor ein paar Wochen. Die Defensive der Eintracht ist gestärkt, das Mittelfeld mit Schwegler und Chris eine Bank und auch offensiv spielt die Eintracht mittlerweile eine Liga höher. Nicht zuletzt wegen Gekas sondern auch wegen Ochs und Köhler die sich von Spiel zu Spiel gesteigert haben. Fraglich ist meiner Meinung nach der Einsatz von Altintop, der gegen Schalke eine unterdurchschnittliche Leistung zeigte. Für ihn sollte Alex Meier die Fäden hinter Gekas ziehen. Mein Tipp für die Aufstellung ist daher wie folgt: Nikolov – Jung, Franz, Russ, Tzavellas – Schwegler, Chris – Ochs, Meier, Köhler, Gekas. In diesem Sinne: Ring frei für Runde zwei!

Zum Sieg gekämpft

Zwei Dinge waren schon vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag klar. Ein fussballerischer Leckerbissen wird diese Partie nicht. Und als Sieger kann nur der vom Platz gehen, der mehr Einsatz und Kampfgeist zeigt. Letztendlich konnte die Eintracht nach fast einem halben Jahr endlich wieder einen Heimsieg holen, auch wenn sie insgesamt nicht unbedingt deutlich überlegen war. In den 45 ersten Minuten wurde jedoch der Grundstein für die wichtigen drei Punkte gelegt. Die Spieler von Michael Skibbe zeigten eine eindrucksvolle und geschlossene Mannschaftsleistung. Die Führung zur Halbzeit durch den starken Gekas war absolut verdient.

Die am Abend zuvor kurzfristig einberufene Mannschaftssitzung (ohne Trainer) schien Wirkung zu zeigen. Die Frankfurter dominierten in der ersten Halbzeit jeden Zentimeter auf dem Spielfeld und ließen den Nürnbergern wenig freie Räume. Im der Pause schienen die Franken jedoch ein Rezept gegen das Konzept der Eintracht gefunden zu haben übernahmen im zweiten Durchgang die Kontrolle über das Spiel, wodurch in der zweiten Halbzeit von beiden Mannschaften nicht so ansehnlichen Fussball geboten wurde wie in der ersten. Die Nürnberger taten nun mehr für das Spiel, jedoch nutzten Sie ihre Chancen (Latte, Pfosten) zum nicht unverdienten Ausgleich nicht.

Ein neues Gefühl schlich sich dann kurz vor dem Abpfiff im Waldstadion ein. Anstatt eines Gegentores, was zu einem langweiligen und öden Unentschieden geführt hätte, machte Chris zwei Minuten vor Schluss alles klar und sicherte der Eintracht somit drei Punkte. Die SGE konnte somit vier Plätze in der Tabelle nach oben klettern und steht nun auf dem 13. Platz. Am Sonntag geht es zum Tabellen-Schlusslicht VfB Stuttgart, der nach der Packung gegen Leverkusen dringend Punkte benötigt. Der Druck auf die Schwaben könnte letztendlich ein Vorteil für die Eintracht sein, da sie sich somit auf das Kontern beschränken kann.

Bleibt noch eine Sache zum Schluss. Dass die Mannschaft nach dem Spiel nicht in die Kurve gekommen ist sollte man nicht überbewerten. Letztendlich zeigte die Aktion jene mannschaftliche Geschlossenheit, die von den Fans in den vergangenen Wochen immer eingefordert wurde. Zudem sind es sicherlich nicht nur die Pfiffe nach dem Spiel gegen Freiburg, sondern auch die Beleidigungen von geistig vernebelten “Fans”, welche die Mannschaft zu diesem Schritt veranlassten. Sowohl beim Training als auch in der Kurve ist es mittlerweile (leider) nicht mehr die Ausnahme, dass einzelne Spieler weit unter der Gürtellinie diffamiert werden. Ob sich durch die Aktion der Mannschaft daran etwas ändern wird, kann man jedoch getrost bezweifeln. Mit drei weiteren Punkten wird sich die Lage aber bestimmt wieder schnell beruhigen. Alles wird gut. Spätestens in Stuttgart.