
Morgen abend tritt die Frankfurter Eintracht beim VfL Borussia Mönchengladbach an. In jüngster Vergangenheit rief diese Begegnung wenig Euphorie hervor. Beide Mannschaften befanden sich meist irgendwo zwischen Mittelfeld und Abstiegszone. Nach dem letzten Aufeinandertreffen im November 2009, das die Borussen mithilfe von Oka Nikolov mit 2:1 für sich entscheiden konnten, befanden sich beide Teams in direkter Nachbarschaft in der Tabelle auf den unbedeutenden Plätzen 11 und 12.
Die Ausgangslage morgen ist eine andere. Weniger für Mönchengladbach. Die befinden sich nach wie vor auf dem 12. Tabellenplatz. Für Eintracht Frankfurt jedoch geht es um weit mehr. Die vor dem Spiel gegen den HSV ausgerufenen “Wochen der Wahrheit” beginnen im Grunde morgen abend. Mit einem Sieg schiebt sich die SGE zumindest für eine Nacht auf den begehrten sechsten Platz in der Tabelle, der sehr wahrscheinlich für die Teilnahme an der Euro-League berechtigen wird. Und selbst wenn Hamburg und Stuttgart an diesem Wochenende punkten, wird die Eintracht den Anschluss an die direkte Konkurrenz halten.
Doch ist der sechste Platz am Saisonende wirklich realisitisch? Sicher ist, dass dafür Schützenhilfe aus Hamburg und Stuttgart notwendig ist. Und auch Wolfsburg hängt der Eintracht mit nur einen Zähler Rückstand im Nacken. Jedoch erwartet die Eintracht in den verbleibenden fünf Spielen Gegner, die momentan deutlich schlechter als die Frankfurter spielen. In die meisten Partien wird die Eintracht als Favorit starten. Sollte es am Ende nicht reichen, wird niemand in Frankfurt enttäuscht sein. Es gilt jedoch, die kleine Chance am Schopf zu packen und zu versuchen, das beste daraus zu machen. Denn auch Partick Ochs sagte am letzten Samstag direkt nach dem Sieg gegen Leverkusen, dass “es keinen Spass macht auf Dauer immer nur im Mittelfeld zu spielen”. Recht hat er!
Derweilen hat Michael Skibbe weiter mit Ausfällen zu kämpfen. Primin Schwegler wird nicht spielen können und auch hinter Christoph Spycher steht noch ein großes Fragezeichen. Zudem hat sich Sebastian Jung im Training verletzt. Sollte er ausfallen wird wohl Patrick Ochs auf die rechte Außenverteidiger-Position rücken und Marcel Heller könnte wieder in die Mannschaft kommen. Chris wird spielen, sofern er wieder fit genug ist. Das sollte er sein, denn er wird in der Innenverteidigung dringend benötigt, da Maik Franz wegen seiner zehnten gelben Karte gesperrt ist. Die entgültige Aufstellung wird sich Skibbe wohl kurzfristig überlegen. Aus den vergangenen Spielen haben wir jedoch gelernt, dass die Eintracht derzeit auch Ausfälle von wichtigen Spielern verkraften kann. Grund zur Sorge besteht daher nicht.
Europa wir kommen! Vielleicht – zumindest für eine Nacht! Auswärtssieg!
Mehr dazu gibt es auch im einzig wahren Eintracht-Podcast. Diesmal mit René, Alex und meiner Wenigkeit sowie zwei umfassenden Fan-Meinungen. Anhören könnt Ihr Euch dieses Premium-Tondokument in Renés Blog oder direkt bei iTunes.