Schlagworte: Europa

Heute. Fussball. Gladbach.

Wenn Schiedsrichter Peter Gagelmann heute abend gegen 19:15 Uhr das 76. Aufeinandertreffen in der Bundesliga-Geschichte zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach abpfeift, werden die Verantwortlichen bei der Eintracht wahrscheinlich einmal tief durchatmen. Unabhängig davon, ob die Eintracht gewonnen oder verloren hat, sondern einfach, weil diese komische Woche voller Wechsel- und Vertragsverlängerungsdramen zu Ende geht. Die Geschichte mit Caio wurde in dieser Woche bereits ausführlich von allen Seiten beleuchtet. Und über die Situationen von Schwegler und Ochs, hat sich Kid in der Klappergass genau die richtigen Gedanken gemacht, die keinem vorenthalten werden sollten. Daher blende ich das heute einfach mal aus und kümmere mich um das bevorstehende Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Mönchengladbach.

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Abhaken

Großartig aufzuwärmen brauche ich sie heute auch nicht mehr, die glanzlose und verdiente Niederlage der Eintracht am vergangenen Freitag in Mönchengladbach. Die Frankfurter verloren gegen eine Mannschaft, die sie genau mit jenen Mitteln schlug, wie die Hessen ihre Gegner in den vorherigen drei Spielen: Spielstärke, Ballsicherheit und den Willen, das Spiel zu gewinnen. An allen drei Eigenschaften fehlte es den Spielern von Eintracht Frankfurt an diesem Abend. Die Mannschaft schien wie ausgewechselt, jedoch war sicherlich nicht die leicht veränderte Aufstellung daran Schuld. Im Grunde war es einfach eine schlampige und unkonzentrierte Leistung, die von den Spielern gezeigt wurde. Zudem waren sie diesmal nicht in der Lage, auf das frühe Tor der Gladbacher zu reagieren, vor dem vor dem Spiel mehrfach seitens des Trainers gewarnt wurde. Verdient verloren. Punkt. Aus. Und jetzt doch wieder die Niederlage aufgewärmt. Mist. Abhaken.

Genauso wie die Träume von Europa. Gab es am Freitag abend nach dem Spiel noch einen Funken Hoffnung, dass auch die direkten Konkurrenten Hamburg, Stuttgart und Wolfsburg patzten, erlosch dieser am Sonntag abend, nachdem alle drei Mannschaften Siege einfuhren. Platz neun. Hinter Wolfsburg. Hinter dem HSV und dem VfB sowieso. Die Liga ist zementiert und der durchschnittliche Tabellenplatz der Eintracht der elfte. Bruchhagen hat wieder einmal Recht. Mist. Abhaken.

Jedoch: Enttäuscht bin ich nicht. Die vielen großartigen Siege und die erfrischende Spielweise inbesondere in der Rückrunde zeigen, dass Eintracht Frankfurt auf einem guten Weg ist. Und es ist beruhigend schon jetzt zu wissen, dass man sich in Frankfurt in der nächsten Saison eher damit beschäftigen wird, ob die SGE in der Lage ist, die Top-Teams ernsthaft anzugreifen, und nicht direkt von der Abstiegsgefahr reden wird. Oder etwa nicht? Die gleiche Frage wird sich wohl auch der nächste Gegner am Ende vergangener Saison gestellt haben und – schwupps – findet er sich vier Spieltage vor der laufenden Saison (noch immer) auf dem letzten Platz und wird wahrscheinlich in der nächsten Spielzeit zum Hauptstadtderby gegen Union Berlin antreten dürfen. Schade für Funkel. Mehr nicht.

Mehr Fachkompetenz und Sachverstand gibt es auch diesmal wieder im neunten Eintracht-Podcast, diesmal mit Alex und Rene. Download wie immer über iTunes (am besten abbonieren) oder über die neue (!!!) Internetseite. Das Podcast-Team freut sich wie immer über viel, viel Feedback. Und wenn Ihr auch mal Euren Senf dazu geben wollt, seid Ihr herzlich eingeladen. Einfach kurz per Mail an info@eintracht-podcast.de melden.

Europa für eine Nacht

Morgen abend tritt die Frankfurter Eintracht beim VfL Borussia Mönchengladbach an. In jüngster Vergangenheit rief diese Begegnung wenig Euphorie hervor. Beide Mannschaften befanden sich meist irgendwo zwischen Mittelfeld und Abstiegszone. Nach dem letzten Aufeinandertreffen im November 2009, das die Borussen mithilfe von Oka Nikolov mit 2:1 für sich entscheiden konnten, befanden sich beide Teams in direkter Nachbarschaft in der Tabelle auf den unbedeutenden Plätzen 11 und 12.

Die Ausgangslage morgen ist eine andere. Weniger für Mönchengladbach. Die befinden sich nach wie vor auf dem 12. Tabellenplatz. Für Eintracht Frankfurt jedoch geht es um weit mehr. Die vor dem Spiel gegen den HSV ausgerufenen “Wochen der Wahrheit” beginnen im Grunde morgen abend. Mit einem Sieg schiebt sich die SGE zumindest für eine Nacht auf den begehrten sechsten Platz in der Tabelle, der sehr wahrscheinlich für die Teilnahme an der Euro-League berechtigen wird. Und selbst wenn Hamburg und Stuttgart an diesem Wochenende punkten, wird die Eintracht den Anschluss an die direkte Konkurrenz halten.

Doch ist der sechste Platz am Saisonende wirklich realisitisch? Sicher ist, dass dafür Schützenhilfe aus Hamburg und Stuttgart notwendig ist. Und auch Wolfsburg hängt der Eintracht mit nur einen Zähler Rückstand im Nacken. Jedoch erwartet die Eintracht in den verbleibenden fünf Spielen Gegner, die momentan deutlich schlechter als die Frankfurter spielen. In die meisten Partien wird die Eintracht als Favorit starten. Sollte es am Ende nicht reichen, wird niemand in Frankfurt enttäuscht sein. Es gilt jedoch, die kleine Chance am Schopf zu packen und zu versuchen, das beste daraus zu machen. Denn auch Partick Ochs sagte am letzten Samstag direkt nach dem Sieg gegen Leverkusen, dass “es keinen Spass macht auf Dauer immer nur im Mittelfeld zu spielen”. Recht hat er!

Derweilen hat Michael Skibbe weiter mit Ausfällen zu kämpfen. Primin Schwegler wird nicht spielen können und auch hinter Christoph Spycher steht noch ein großes Fragezeichen. Zudem hat sich Sebastian Jung im Training verletzt. Sollte er ausfallen wird wohl Patrick Ochs auf die rechte Außenverteidiger-Position rücken und Marcel Heller könnte wieder in die Mannschaft kommen. Chris wird spielen, sofern er wieder fit genug ist. Das sollte er sein, denn er wird in der Innenverteidigung dringend benötigt, da Maik Franz wegen seiner zehnten gelben Karte gesperrt ist. Die entgültige Aufstellung wird sich Skibbe wohl kurzfristig überlegen. Aus den vergangenen Spielen haben wir jedoch gelernt, dass die Eintracht derzeit auch Ausfälle von wichtigen Spielern verkraften kann. Grund zur Sorge besteht daher nicht.

Europa wir kommen! Vielleicht – zumindest für eine Nacht! Auswärtssieg!

Mehr dazu gibt es auch im einzig wahren Eintracht-Podcast. Diesmal mit René, Alex und meiner Wenigkeit sowie zwei umfassenden Fan-Meinungen. Anhören könnt Ihr Euch dieses Premium-Tondokument in Renés Blog oder direkt bei iTunes.

Alles ist gut

Adlerherz, was willst Du mehr? Auf den fulminanten Sieg gegen die Bayern folgte am vergangenen Spieltag ein 2:1 Auswärtserfolg beim VfL Bochum. Ein Sieg, der nicht nur verdient sondern auch überlegen war und zudem durch fussballerische Hochkultur der Gäste geprägt wurde.

Die Eintracht präsentierte sich überlegen in den Zweikämpfen, schoss mehr als doppelt so oft wie der Gegner auf das Tor und hatte schließlich 64% Ballbesitz. Gepaart mit dem schnellen und genauen Passspiel, das Michael Skibbe der Mannschaft zu Beginn der Saison verordnet hat, zeigten die Frankfurter eine mehr als ansehnliche Leistung.

Die Eintracht spielt endlich so Fussball, wie es sich die meisten Fans wünschen: offensiv, torgefährlich und erfolgreich. Von dem hilflosen Quergeschiebe und den-Ball-irgendwie-nach-vorne-dreschen-Gekicke der letzten Saison ist nichts mehr zu sehen. Das führt zwangsläufig zum Erfolg und lässt Eintracht Frankfurt nach dem 28. Spieltag in der Bundesliga-Saison 2009/10 mit 41 Punkten recht gut dastehen.

Begünstigt durch die Niederlage des HSV darf in Frankfurt auch wieder mit einem Auge in Richtung Europa geschielt werden. Alles ist gut. Endlich.

Heimspieltag

Da ich bereits auf dem Weg ins Stadion bin gibt es heute keinen Eintrag. Es wurde ja auch schon alles gesagt und geschrieben.
Das Motto für heute: Gazprom heimschicken. Ohne Punkte.
Europapokal! ;)