Schlagworte: Hoffer

Glücklich, aber hochverdient!

Vor der Partie gegen die glorreiche Alemannia aus Aachen waren die Rollen – wie schon so oft in dieser Saison – klar verteilt. Die Eintracht hatte in dieser Saison noch kein einziges Mal zu Hause verloren und die Gäste aus der Kurstadt Aachen konnten auf fremdem Boden bisher noch nicht gewinnen. Beim Blick auf die Tabelle gab es dann auch keinen Grund anzunehmen, dass sich an diesen Sachverhalten etwas ändern wird. Denn die Statisitik wies für die Eintracht ganze 23 Punkte und 28 Tore mehr als bei den Gästen aus. Und so sollte es für die über 38.000 Zuschauer nach der Länderspielpause ein entspanntes Fussballspiel werden, bei dem die Frankfurter sich anschickten, die Tabellenführung zu übernehmen.

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Wenn möglich, nicht wenden!

Heute Abend komplettiert die Eintracht mit Ihrem Spiel Sieg in Aue den 14. Spieltag der aktuellen Unterhaus-Saison. Aue. Nach Paderborn und Ingolstadt ein weiteres Highlight der zweiten Liga. Doch wer aufsteigen will muss auch nach Aue. Zur Not auch montags abends. Die Rollen sind klar verteilt. Die in der Liga noch ungeschlagenen Gäste vom Main gehen als haushoher Favorit auf den Platz, während die Gastgeber aus dem Erzgebirge mit der Außenseiterrolle Vorlieb nehmen müssen. Den drei Siegen von Aue stehen fünf Unentschieden und genauso viele Niederlagen gegenüber. Doch unterschätzen sollte die Eintracht den dreimaligen DDR-Meister nicht. Denn auch wenn die glorreichen Zeiten im Erzgebirge schon lange vorbei sind, war die Mannschaft von Rico Schmitt am neunten Spieltag für eine Überraschung gut, als sie auswärts gegen St. Pauli gewann.

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SGE - Union Berlin

Entpuppt und Eingeigelt

Der Aufstiegsdampfer aus Frankfurt am Main ist mit voller Fahrt in Richtung Erstklassigkeit unterwegs. Die Eintracht schlug gestern den 1. FC Union Berlin hochverdient mit 3:1. Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Denn auf eine starke erste Halbzeit der Gastgeber, folgte eine emotionslose zweite Hälfte, in der sich die Eintracht unnötig selbst das Leben schwer machte. Denn von der ersten Minute an gab es keine Zweifel, wer an diesem Abend als Sieger das Spielfeld verlassen würde. Die Gäste aus der Hauptstadt entpuppten [sic!] sich als harmloser Gegner, wobei harmlos noch sehr wohlwollend ausgedrückt ist. Tatsächlich konnten die Berliner froh sein, dass sie zur Halbzeit nur mit 2:0 zurücklagen. Doch weil Gekas, Meier, Idrissou und Köhler ihre hundertprozentigen Chancen nicht konsequent nutzten, kam das leistungsgerechte Halbzeitergebnis von 4:0 nicht zu Stande. Und Union Berlin fand keine Mittel, wenigstens mal einen Konter zu setzen, sodass die Frankfurter Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung bis zum Halbzeitpfiff unbestraft blieb.

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Keine Panik. Noch nicht.

Vor dem Spiel der Eintracht gegen den FC St. Pauli hatte ich mich irgendwie damit abgefunden, dass man mir trotz Dauerkarte den Zugang zu diesem Spiel verwehrte. Dass ich nicht in den “Genuss” kam, das erste Heimspiel in der Aufstiegssaison zu sehen, lag weniger an mir, sondern am Verhalten einiger Unbelehrbarer, das letztendlich zu einer kollektiven Strafe führte. Am Montag Vormittag hatte ich noch überlegt, ob ich mir doch noch eine Karte für das “Top-Spiel” des zweiten Spieltags besorgen sollte, entschied mich dann aber doch für den heimischen Fernseher. Rückwirkend betrachtet war das die bessere Entscheidung. Denn das was die 16.500 Zuschauer im “fast ausverkauften” Waldstadion zu sehen bekamen, bezeichnet man im Allgemeinen als harte Kost.

Nun ist die zweite Liga sicherlich mehr Kampf als Grazie. Wenn jedoch zwei Bundesligaabsteiger mit Wiederaufstiegsambitionen aufeinander treffen, darf der gemeine Fussballfan jedoch zumindest halbwegs ansehnlichen Profifussball erwarten. Doch davon war am Montag Abend im Stadtwald nicht viel zu sehen. Das lag jedoch weniger am Spiel des Gastes aus Hamburg. Die Hamburger machten der heimischen Mannschaft durch ihr engagiertes Auftreten das Leben schwer. Doch nicht nur die forschen Kicker aus St. Pauli waren der Grund dafür, dass die Eintracht ihr Spiel nicht aufziehen konnte. Nein, die Frankfurter Spieler standen sich auch zunehmend selbst im Weg. Und wenn sie sich nicht im Weg standen, dann liefen sie ins Leere oder passten den Ball fahrlässig zum Gegner. Aufstieg sieht anders aus.

Die ärmste Sau auf dem Platz war dabei Erwin Hoffer, der wie schon Gekas in der Rückrunde der vergangenen Saison, als einzige Spitze in der gegnerischen Hälfte vereinsamte. Das lag vor allem daran, dass im Frankfurter Spiel kein geordneter Spielaufbau stattfand. Das kommt Euch bekannt vor? Mir auch! Ein ganz schlechtes Bild lieferte dabei Pirmin Schwegler ab, der eigentlich als Motor im Mittelfeld agieren sollte. Doch viel mehr als Fehlpässe brachte der Schweizer an diesem Abend nicht zu Stande. Allein seinem Mitspieler Sebastian Rode hat er es zu verdanken, dass die Lücken im defensiven Mittelfeld nicht noch größer waren. Doch auch offensiv ging nicht viel voran. Wie schon gegen Fürth stand Lehmann im Spiel gegen seinen Ex-Verein neben sich. Alex Meier mühte sich redlich auf der linken Außenbahn, auf der er sich sichtbar unwohl fühlte. Und so zog er zunehmend in die Mitte und übernahm unbewusst die Position einer hängenden Spitze. Das war eine gute Entscheidung. Wer weiß, ob die Eintracht ansonsten den Ausgleich geschossen hätte. Und dann war da auch noch Caio. Nachdem wir uns in der Vergangenheit schon davon überzeugen konnten, dass der Brasilianer weder Stürmer, hängende Spitze noch ein Linksaußen ist, trat er nun den Beweis an, dass er auch auf der rechten Außenbahn der Mannschaft nicht weiterhilft. Die Eintracht muss sich entscheiden, ob ein Spieler, der ausschließlich halbwegs ansehnlich aus der Distanz schießen kann, für den deutschen Profifussball tauglich ist. Die Antwort liegt meiner Meinung nach auf der Hand.

Das größte Sorgenking bleibt jedoch die Defensive. Natürlich hat der Weggang von Russ die Situation in der Innenverteidigung verschärft. Und jeder weiß auch, wie wichtig eine abgestimmte und organisierte Viererkette ist. Dem Führungstreffer für St. Pauli ging jedoch wieder ein Stellungsfehler der Innenverteidiger voraus. Und auch im Spielaufbau offenbarten Schildenfeld und Clark erhebliche Defizite. Auf der rechten Abwehrseite bot Jung eine halbwegs passable Vorstellung, während Djakpa links keine nennenswerte Akzente setzen konnte und zahlreiche Stoppfehler darbot. Man darf durchaus daran zweifeln, ob die Probleme in der Abwehr ausschließlich durch die Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers gelöst werden.

Letztendlich hat die Eintracht es dem FC St. Pauli zu verdanken, dass sie dann doch noch einen Punkt mitnehmen konnte. Denn die Gäste versuchten schon früh in der zweiten Halbzeit die knappe Fürhung über die Zeit zu bringen, was bekanntlich nicht gelang. Vor den Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt liegt noch eine ganze Menge Arbeit, wenn man sich nicht aussschließlich auf Alex Meier und die Fahrlässigkeit der Gegner verlassen möchte. Vier von sechs möglichen Punkten sich keine schlechte Ausbeute. Insbesondere wenn man diese gegen zwei Mitaufsteigs-Aspiranten geholt hat. Die Eintracht wird sich jedoch deutlich steigern müssen, um sich weiterhin in diesem Kreis zu wähnen.

Jetzt anhören! Die neue Folge vom Eintracht-Podcast zum ersten Heimspiel und der Partie im DFB-Pokal in Halle!

Ein blaues Auge, sechs neue Besen

Neue Besen kehren gut. Das sagt zumindest ein bekanntes Sprichwort. Und dass in diesem ein Funke Wahrheit steckt, konnten wir am ersten Spieltag der Wiederaufstiegssaison feststellen. Denn die neuen Besen Kessler, Schildenfeld, Djakpa, Lehmann, Hoffer und Matmour standen allesamt beim Sieg unserer Einracht gegen die SpVgg Fürth auf dem Platz. Nun kehrten wahrlich nicht alle Besen so, wie man es sich vielleicht im Vorfeld der Partie erhofft hatte. Im Gegenteil, Kessler und Schildenfeld arbeiteten in Teilen kontraproduktiv und halfen eifrig dabei mit, dass der Gastgeber zur Halbzeit mit zwei Toren Vorsprung führte. Und auch Lehmann und Hoffer zeigten (noch) nicht unbedingt das, was man von Ihnen erwartete. Doch letztendlich – um bei einem Sprichwort zu bleiben – kam die Eintracht zum Saisonauftakt mit einem blauen Auge davon.

Das lag vor allem an Alex Meier. Jener Spieler, der von so vielen in den vergangenen Monaten als für den Profifussball nicht tauglich deklariert worden ist. Die Leistung der vergangenen Saison darf da jedoch kein Gradmesser sein, denn dort war er nur ein kleiner Teil einer Truppe die kollektiv versagte. Und so sagte ich bereits vor ein paar Wochen im Eintracht-Podcast voraus, dass der von mir ernannte Fussballgott im Abstiegsfall zu einem der wichtigsten Spieler bei Eintracht Frankfurt aufsteigen wird. Es freut mich daher um so mehr, dass Meier mit seinen beiden Treffern nicht nur die Fürther Führung egalisierte, sondern auch noch am Siegtreffer beteiligt war, den Joker Matmour kurz vor Schluss erzielte.

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