Schlagworte: Mönchengladbach

Kein Wille, keine Perspektive

Zu Beginn der Saison fragte Heribert Bruchhagen kritisch gegen wen die von Trainer und Mannschaft ausgerufenen 50 Punkte eigentlich geholt werden sollen. Nicht wenige dürften zu diesem Zeitpunkt unter anderem an Borusssia Mönchengladbach gedacht haben. Nach dem 20. Spieltag ist die Eintracht, zum Ende der Hinrunde noch selbsternannter Anwärter auf die europäischen Plätze, mit zuletzt drei Niederlagen und 0:5 Toren weit vom Saisonziel entfernt. Denn jene Borussia aus Mönchengladbach bewies gestern Abend im Waldstadion den größeren Willen und ließ die Eintracht einmal mehr mit leeren Händen dastehen.

Weiterlesen

Heute. Fussball. Gladbach.

Wenn Schiedsrichter Peter Gagelmann heute abend gegen 19:15 Uhr das 76. Aufeinandertreffen in der Bundesliga-Geschichte zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach abpfeift, werden die Verantwortlichen bei der Eintracht wahrscheinlich einmal tief durchatmen. Unabhängig davon, ob die Eintracht gewonnen oder verloren hat, sondern einfach, weil diese komische Woche voller Wechsel- und Vertragsverlängerungsdramen zu Ende geht. Die Geschichte mit Caio wurde in dieser Woche bereits ausführlich von allen Seiten beleuchtet. Und über die Situationen von Schwegler und Ochs, hat sich Kid in der Klappergass genau die richtigen Gedanken gemacht, die keinem vorenthalten werden sollten. Daher blende ich das heute einfach mal aus und kümmere mich um das bevorstehende Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Mönchengladbach.

Weiterlesen

Zweifellos verdienter Sieg

Es gibt wohl keine Zweifel daran, dass der Eintracht Frankfurts Sieg beim VfL Borussia Mönchengladbach am vergangenen Spieltag mehr als verdient war. Und es ist auch keine Frage, dass dieser Sieg genauso unerwartet kam. Zumindest in dieser Höhe und Deutlichkeit. Die meisten Anhänger der Eintracht dürfte es überrascht haben, dass die Frankfurter den höchsten Auswärtssieg seit 16 Jahren ausgerechnet bei jener Mannschaft holten, die eine Woche zuvor eines der Top-Teams auf fremden Platz deklassiert hat. Vermeintliches Gegentor hin und her. Die Eintracht war insgesamt spielerisch überlegen und ließ dem VfL zu keiner Zeit eine Chance, das Spiel zu übernehmen.

Weiterlesen

Gedämpfte Erwartungen

Nach zwei Wochen Bundesliga-Pause, die durch die beiden Spiele der Nationalmannschaft gegen Belgien und Aserbaidschan noch halbwegs ertragbar war, geht es für die Eintracht am Samstag an den Niederrhein zu Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Michael Skibbe steht nach zwei Niederlagen zum Saison-Auftakt auf dem 16. Tabellenplatz und benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, damit sie sich aus dem Tabellenkeller befreien kann. Die Vorzeichen auf dieses stehen jedoch nicht allzu positiv. Die Borussia startete in dieser Saison mit einem Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg zu Hause und konnte sogar am zweiten Spieltag Bayer Leverkusen auf fremdem Rasen mit einer respektablen Leistung mit 6:3 bezwingen. Es ist davon auszugehen, dass die Mönchengladbacher noch von diesem Sieg zehren und mit viel Elan in die Partie gegen die Eintracht gehen werden.

Ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach käme für Eintracht Frankfurt zur rechten Zeit. Zum einen um aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen und das Saisonziel von 50 Punkten nicht aus den Augen zu verlieren, und zum anderen, um nicht Gefahr zu laufen, dass die kritischen Stimmen, die noch leise klingen, nicht lauter werden. Bei einer Niederlage oder Unentschieden wäre die Eintracht seit acht Spielen ohne einen Sieg. Eine Punkteteilung könnte jedoch angesichts der aktuellen Lage bei Eintracht Frankfurt bereits als Schritt nach vorne angesehen werden. Amanatidis, Vasoski und Rode fallen defintiv aus. Hinter Chris steht wohl noch ein Fragezeichen. Fest steht jedoch, dass Ralf Fährmann nach seinem Einsatz gegen den Hamburger SV wieder auf die Ersatzbank zurück muss. Laut Skibbe wird Oka Nikolov nach seiner Verletzung wieder in das Tor zurückkehren.

An Borussia Mönchengladbach hat man in jüngster Vergangenheit keine guten Erinnerungen. Beide Spiele der vergangenen Saison verlor die Eintracht verdient. Die Auswärtsniederlage am 30. Spieltag in Gladbach war zudem der Beginn des schlechten Saisonabschlusses, bei dem die Eintracht aus fünf Spielen nur zwei Punkte holte. Das kommende Spiel an gleicher Stätte ist sicherlich (noch) kein Schlüsselspiel. Die Eintracht sollte jedoch am Samstag die Wende schaffen. Zumindest mit einem Punkt. Mehr dazu gibt es auch im aktuellen Eintracht-Podcast, der sich neben vielen anderen Themen, auch mit der Partie am Samstag beschäftigt.

Willkommen im Keller

Vor elf Tagen, kurz vor dem Saison-Auftakt in Hannover wurde Heribert Bruchhagen in einem Interview mit der BILD-Zeitung mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe noch nie erlebt, dass Eintracht so optimistisch in ein Spieljahr geht.“ Elf Tage und zwei Niederlagen später ist von diesem Optimismus weder bei der Eintracht noch bei den Anhängern viel übrig geblieben. Die Eintracht findet sich mit null Punkten und 2:5 Toren auf dem 16. Tabellenplatz wieder. Wie schon bei der Niederlage in Hannover wäre es für die Eintracht möglich gewesen beim ersten Heimspiel der aktuellen Saison als Sieger vom Platz zu gehen und die Pleite eine Woche zuvor vergessen zu machen. Doch der Konjunktiv entscheidet keine Spiele. Das hätte zum Beispiel Alex Meier Sekunden vor dem Halbzeitpfiff machen können, als er alleine vor Frank Rost auftauchte und sich den Ball unkonzentrert selbst wegspitzelte. Und auch die Frankfurter Hintermannschaft hätte Ihren Beitrag dazu leisten können, als die ersten beiden Hamburger Treffer nach Ecken fielen und der Gastgeber überall im Strafraum stand, nur nicht bei den Gegenspielern. Und auch Ioannis Amanatidis, der keine Konkurrenz fürchtende Angreifer, hätte alles klar machen können, als er den Nachschuss nach einem Freistoß von Caio nicht in das lange Eck, sondern direkt auf den Hamburger Schlussmann schoss.

Die Ursachen für die aktuelle Situation sind sicherlich vielfältig. Aber hauptsächlich verlor die Eintracht  die letzten beiden Spiele aufgrund mangelnder Chancenverwertung im vorab vielgelobten Sturm, verbunden mit einer unterdurchschnittlichen Abwehrleistung. Da wäre zum Beispiel Marco Russ, der dringend eine Pause benötigt. In keinem der beiden Spiele konnte er letztendlich überzeugen. Gegen die Hamburger Offensive blieb er meistens ohne einen Stich. Es ist nur allzu deutlich, warum Chris als Innenverteidiger eine so überagende Stellung genießt. Und auch die beiden “Umschaltspieler” Meier und Schwegler blieben bis jetzt deutlich unter ihren Möglichkeiten. Insbesondere Alex Meier wirkte sowohl in Hannover als auch gegen den HSV als Fremdkörper auf dem Platz. Dass er seine hunderprozentige Chance kurz vor der Halbzeit so dilettantisch vergab, passt da nur ins Bild. Im Sturm wird klar, das Amanatidis zwar will, jedoch nach seiner Verletzung wohl noch nicht kann. Die größe Aufmerksamkeit erzielte der Grieche jedoch bisher in den Medien und weniger auf dem Platz. Und auch bei Caio wird deutlich, dass sich seine Fähigkeiten auf Distanzschüsse und das eine oder andere erfolgreiche Dribbling bis an die Grundlinie beschränken. Um so schwerer ist es zu erklären, dass die Eintracht sowohl in Hannover als auch gegen Hamburg phasenweise die Partien dominierte und das Spiel bestimmte.

Es ist jedoch noch viel zu früh um alles schlecht zu reden. Und auch das Saisonziel sollte nach zwei Spieltagen nicht in Frage gestellt werden. Man sollte nicht vergessen, dass die Eintracht trotz der Neuzugänge “nur” einen durchschnittlichen Kader besitzt. Und wenn dieser Kader nicht an sein Limit geht, ist es auch nicht möglich Spiele gegen Mannschaften wie den HSV zu gewinnen. Und wenn dann auch noch ein wenig Pech hinzu kommt, verliert man auch gegen Hannover 96. So ist das nun einmal. Die Länderspielpause sollte Michael Skibbe und der Mannschaft also zu Gute kommen. Es gilt indivduelle Schwächen abzustellen und die Mannschaft so einzustellen, dass jeder einzelne im nächsten Spiel an seine Leistungsgrenze geht. Denn wir wissen ja: Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Erst recht, wenn der Gegner Borussia Mönchengladbach heisst und 6:3 in Leverkusen gewinnt.