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Rein statistisch gesehen…

Laut Wikipedia ist eine Statistik die Möglichkeit, eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung und Theorie herzustellen. Wenn man die Statistik des Spiels der Eintracht gegen den VfB Stuttgart am vergangenen Spieltag näher betrachtet, stellt man schnell fest, dass rein theoretisch Eintracht Frankfurt mit einem Kantersieg gegen die stark abstiegsgefährdeten Schwaben vom Platz hätte gehen müssen. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, braucht man kein wissenschaftliches Studium. Es reicht alleine ein Blick auf die nackten Fakten: 69:31% Ballbesitz, 407:156 erfolgreiche Pässe und 30:11 Torschüsse für Eintracht Frankfurt. Die entscheidende Statistik spricht jedoch für die Gäste: 0:2 Tore.

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Kartoffelernte

Heute ist wieder Samstag. Und das bedeudet nach zwei Wochen Länderspielpause (die eigentlich eher Bundesligapause heissen müsste, da ja die Bundesliga und nicht die Nationalmannschaft eine Pause macht), dass endlich wieder auf den Plätzen der Republik erstklassiger Fussball gespielt wird. Naja, zumindest auf den meisten. Denn unsere geliebte Eintracht wird sich erst morgen auf dem Betzenberg in Kaiserslautern die Ehre geben.

Würde man alleine die aktuelle Tabelle als Gradmesser für die Qualität des “Süd-West-Derbys” nehmen, scheint es wahrscheinlich, dass Fans und Zuschauer morgen ein durchschnittlicher Bundesliga-Kick erwartet. Doch die Tabelle lügt nun doch ab und zu. Denn eines wird das Gastspiel der Eintracht morgen mit Sicherheit nicht: langweilig. Die Eintracht gegen den FCK war lange Zeit das einzig richtige Bundesliga-Derby im Süden der Republik und auch heute hat es nicht an Brisanz verloren. Im Gegenteil. Dadurch, dass die Pfälzer einige Zeit in der zweiten Bundesliga verbringen dürften, ist die Vorfreude auf dieses Spiel ungleich größer als zuvor.

Aus sportlicher Sicht darf ein offener Schlagabtausch erwartet werden. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich Kaiserslautern zu Hause aufs Kontern beschränken wird. Die dadurch entstehenden offenen Räume wird die Eintracht für blitzartige Offensiv-Vorstöße nutzen müssen. Soweit die Theorie. Die Presse ist sich indes einig, dass der Gegner versuchen wird, die Umschaltzentrale im defensiven Mittelfeld aus dem Spiel zu nehmen. Zudem ist noch offen, ob Alex Meier wieder in die Startelf zurückkehren wird. In diesem Fall würde Chris wahrscheinlich in die Innenverteidigung wechseln und Russ oder Franz müsste auf die Bank. Dem zuletzt schwächelnden Russ würde eine Pause gut tun, zumal ein Kämpfer wie Franz in der aufgeheizten Atmosphäre aufblühen würde.

Die Zeit bis zum Derby solltet Ihr unbedingt mit dem aktuellen Eintracht-Podcast überbücken. Darin geht es nochmal um den Sieg gegen den VfB Stuttgart und es gibt eine Einschätzung für das Spiel morgen in Kaiserslautern. Im Podcast-Team ist es inzwischen Tradition geworden das bevorstehende Spiel zu tippen. Da ich dieses mal leider nicht bei der Aufzeichnung dabei sein konnte, hole ich das hier nun nach:

Ergebnis: 2:3
Tore: Gekas (wer sonst?!), Meier (Fussballgott!), Köhler (natürlich nur mit dem Kopf!)
Die Gegentore fallen nach einem “echten Nikolov” und einem gedanklichen Aussetzer der Innenverteidigung
Krawalle: Fehlanzeige

AUSWÄRTSSIEG!

Derbyzeit

Ein Sieg in Stuttgart. Wer hätte das gedacht? Egal ob glücklich oder verdient: drei Punkte sind drei Punkte. Die Eintracht hat sich schneller als gedacht aus dem Tabellenkeller befreit und befindet sich wieder im ruhigen Fahrwasser des Bundesliga-Mittelfelds. Doch allzu ruhig wird es in den nächsten Tagen nicht bleiben. Am kommenden Sonntag reist die Eintracht in die Pfalz. Genauer gesagt nach Kaiserslautern um auf dem Betzenberg die nächsten drei Punkte zu entführen.

Zuletzt spielten beide Vereine vor vier Jahren gegeneinander. Das sogenannte “Süd-West-Derby” hat für beide Fanlager einen hohen Stellenwert. In der guten alten Zeit (vor SAP und Karneval) war es sowohl für die Eintracht als auch für den FCK das einzige richtige Derby in der Bundesliga. Dementsprechend groß ist die Vordfreude auf dieses Spiel, auch wenn es aufgrund der Historie als “Risikospiel” eingestuft wird. Daher darf bezweifelt werden, ob die prepubertären Auswüchse einzelner Fangruppierungen im Vorfeld das richtige Maß an Respekt aufweisen. Nachdem die Medien den Aufruf der Ultras dankend aufgegriffen und dramatisiert haben, sollte sich am Sonntag abend niemand beschweren wenn in Kaiserslautern ähnliche Zustände wie vor dem Gästeblock in Leverkusen herrschen und den Auswärtsfahrern noch mehr Repression als sonst widerfährt. Auf der anderen Seite sollte man den Aufruf auch nicht überbewerteten. In der Vergangenheit gab es diese ja oft genug, wenngleich nicht in dieser martialischen Art und Weise. Nicht ohne Grund versuchen beide Vereine die Fans auf ein “friedliches Fussballfest” einzustimmen. Ein neutraler Blick auf den Sachverhalt gibt letztendlich der ganzen Debatte ein stabiles Fundament.

Aus sportlicher Sicht erwartet den geneigten Fussballfan hingegen ein Mittelklasse-Spiel. Der 14. der Tabelle trifft auf den zehnten. Doch während Kaiserlautern zuletzt eine Heimniederlage gegen Hannover einstecken musste reist die SGE nach dem Auswärtsieg in Schwaben mit breiter Brust und ganz unaufgeregt in die Pfalz. Bei einem Sieg könnte die Eintracht die Region der einstelligen Tabellenplätze vorstoßen. In diesem Sinne: Auswärtssieg!

Auf zum Schlusslicht!

Heute ist wieder Samstag. Normalerweise Bundesliga-Tag. Die Eintracht jedoch spielt erst morgen in Stuttgart. Beim Tabellenletzten. Dem Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V. Ob die Eintracht deshalb als Favorit bei den Schwaben antritt darf man getrost bezweifeln. In Frankfurt herrschte diese Woche andächtige Ruhe. Nach dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg konnte man sich seit langem mal wieder über eine Trainingswoche freuen, die nicht von Abstiegsängsten und internen Unstimmigkeiten geprägt war. Doch morgen ist das alles wieder vergessen. Mit einem Sieg könnte die Eintracht den Abstand zu den Abstiegsregionen vergrößern und den VfB in eine kleine Krise stürzen. So wie es sie bereits in Frankfurt gab. Bis zum letzten Wochenende.

Als Einstimmung auf das Spiel dient Euch auch der aktuelle Eintracht-Podcast. Diesmal gibt es einen Rückblick auf den letzten Spieltag und einen Ausblick auf das Spiel morgen in Stuttgart. Zudem beschäftigt sich das Podcast-Team mit der ungewöhnlichen Tabellensituation und es gibt – ganz wichtig! – einen Produkttest mit dem Eintracht-Badeadler.

AUSWÄRTSSIEG!

Zum Sieg gekämpft

Zwei Dinge waren schon vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Samstag klar. Ein fussballerischer Leckerbissen wird diese Partie nicht. Und als Sieger kann nur der vom Platz gehen, der mehr Einsatz und Kampfgeist zeigt. Letztendlich konnte die Eintracht nach fast einem halben Jahr endlich wieder einen Heimsieg holen, auch wenn sie insgesamt nicht unbedingt deutlich überlegen war. In den 45 ersten Minuten wurde jedoch der Grundstein für die wichtigen drei Punkte gelegt. Die Spieler von Michael Skibbe zeigten eine eindrucksvolle und geschlossene Mannschaftsleistung. Die Führung zur Halbzeit durch den starken Gekas war absolut verdient.

Die am Abend zuvor kurzfristig einberufene Mannschaftssitzung (ohne Trainer) schien Wirkung zu zeigen. Die Frankfurter dominierten in der ersten Halbzeit jeden Zentimeter auf dem Spielfeld und ließen den Nürnbergern wenig freie Räume. Im der Pause schienen die Franken jedoch ein Rezept gegen das Konzept der Eintracht gefunden zu haben übernahmen im zweiten Durchgang die Kontrolle über das Spiel, wodurch in der zweiten Halbzeit von beiden Mannschaften nicht so ansehnlichen Fussball geboten wurde wie in der ersten. Die Nürnberger taten nun mehr für das Spiel, jedoch nutzten Sie ihre Chancen (Latte, Pfosten) zum nicht unverdienten Ausgleich nicht.

Ein neues Gefühl schlich sich dann kurz vor dem Abpfiff im Waldstadion ein. Anstatt eines Gegentores, was zu einem langweiligen und öden Unentschieden geführt hätte, machte Chris zwei Minuten vor Schluss alles klar und sicherte der Eintracht somit drei Punkte. Die SGE konnte somit vier Plätze in der Tabelle nach oben klettern und steht nun auf dem 13. Platz. Am Sonntag geht es zum Tabellen-Schlusslicht VfB Stuttgart, der nach der Packung gegen Leverkusen dringend Punkte benötigt. Der Druck auf die Schwaben könnte letztendlich ein Vorteil für die Eintracht sein, da sie sich somit auf das Kontern beschränken kann.

Bleibt noch eine Sache zum Schluss. Dass die Mannschaft nach dem Spiel nicht in die Kurve gekommen ist sollte man nicht überbewerten. Letztendlich zeigte die Aktion jene mannschaftliche Geschlossenheit, die von den Fans in den vergangenen Wochen immer eingefordert wurde. Zudem sind es sicherlich nicht nur die Pfiffe nach dem Spiel gegen Freiburg, sondern auch die Beleidigungen von geistig vernebelten “Fans”, welche die Mannschaft zu diesem Schritt veranlassten. Sowohl beim Training als auch in der Kurve ist es mittlerweile (leider) nicht mehr die Ausnahme, dass einzelne Spieler weit unter der Gürtellinie diffamiert werden. Ob sich durch die Aktion der Mannschaft daran etwas ändern wird, kann man jedoch getrost bezweifeln. Mit drei weiteren Punkten wird sich die Lage aber bestimmt wieder schnell beruhigen. Alles wird gut. Spätestens in Stuttgart.